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Europäische Börsen schließen mehrheitlich fester

Technologie, Medien und Telekommunikation profitierten. Anleger hielten sich aber insgesamt zurück.

Reuters LONDON. Die europäischen Börsen haben am Montag mehrheitlich fester geschlossen. Unterstützung sei hauptsächlich von TMT-Werten (Technologie, Medien, Telekommunikation) ausgegangen, die von den guten Vorgaben der Nasdaq vom Freitag profitiert hätten, sagten Händler. Viele Anleger hielten sich jedoch zurück. Belastend wirkten sich die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten auf die Stimmung an den Börsen aus.

Der technologielastige Nasdaq-Index notierte am Montagabend mit leichten Verlusten. Am Freitag hatte die Nasdaq um 9,1 Prozent auf 3277,77 Punkte zugelegt. Der Dow-Jones-Index legte um 0,45 Prozent zu. Dieser Index hatte am Freitag mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 10.523,40 Zählern geschlossen.

LONDON - Bankenwerte helfen Börse ins Plus

An der Londoner Börse gingen die Aktien zum dritten Mal in Folge mit Kursgewinnen aus dem Handel. Getragen wurde die Rally dabei von der großen Nachfrage nach Banken- und Technolgie-Werten. Der FTSE 100 schloss mit Zuwächsen von 1,2 Prozent bei 6285,7 Punkten. Zu den Gewinnern gehörten unter anderem Vodafone, die bis zum Mittag bereits um 2,4 Prozent auf 264 Pence zulegten. Die Titel schlossen mit einem Plus von 1,9 Prozent. Um vier Prozent fester beendeten die Aktien von HSBC den Handel. Auf der Verliererseite standen AstraZeneca, die um 2,1 Prozent fielen. Verluste verbuchten auch die Erdöl-Werte BP Amoco und Shell, mit einem Minus von jeweils 0,2 Prozent. Diese beiden Unternehmen litten nach Händlerangaben unter der Krise im Nahen Osten.

ZÜRICH - SMI-Index schließt schwächer

Die Schweizer Börse hat nach einer festeren Eröffnung zum Schluss die Gewinne wieder abgegeben. Der Markt hat nach Ansicht von Händlern besonders unter Gewinnmitnahmen bei den Schwergewichten Nestle, Novartis und Roche gelitten. Der SMI-Index verlor 0,5 Prozent auf 7586,20 Zähler. Nestle büßten ungeachtet einer Erhöhung des Kursziels durch MSDW auf 4100 von 4000 sfr 3,2 Prozent ein. Novartis gaben um 0,8 Prozent und Roche um 1,3 Prozent nach. Dagegen erholten sich die Bankenwerte von den jüngsten Kursverlusten. So verbesserte sich die UBS um 0,4 Prozent und auch die CSGroup konnte zulegen. Beide Finanzhäuser waren in der vergangenen Woche nach Gerüchten um Verluste im Derivatgeschäft überdurchschnittlich stark gefallen.

PARIS - CAC-Index im Plus

In Paris beendeten die meisten Aktien den Handel mit Gewinnen. Der CAC-Index schloss 0,3 Prozent höher bei 6088,04 Punkten. Händler führten dern Indexanstieg auf Zuwächse bei den Technologie-Titeln zurück, die die Schwäche der anderen Werte wettmachten. Allerdings sorgte die schwächere Eröffnung der Nasdaq kurzzeitig für Kursrückgänge auch bei den Technologie-Titeln. Bei einer starken Konsolidierung der Nasdaq wären auch die Pariser Börse unter Druck geraten, sagten Händler. TF1 legten um mehr als sieben Prozent zu, nachdem die Aktien im vergangenen Monat knapp 30 Prozent an Wert verloren hatten. STMicroelectronics zogen in Erwartung der Bekanntgabe guter Unternehmensergebnisse in dieser Woche um mehr als zwei Prozent zu.

MAILAND - Mib30-Index seitwärts

Die italienischen Aktienwerte bewegten sich am Montag seitwärts. Der Mib30-Index schloss mit Verlusten von 0,04 Prozent bei 44.406 Zählern. Belastend wirkten sich dabei die Verluste der Börsenschwergewichte Eni und Enel aus, die um 1,9 Prozent um 1,7 Prozent nachgaben. Händlern zufolge litten die beiden Unternehmen unter Gewinnmitnahmen. Dagegen zogen die Technologie-Werte an. Olivetti legten um 2,6 Prozent zu, Tecnost verbesserten sich um 2,7 Prozent.

MADRID - Ibex fester

An der Börse in Madrid beendeten die Aktien den Handel zum ersten Mal seit dem 10. Oktober wieder im Plus. Unterstützung bekamen die Titel durch das Schwergewicht Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, die um 3,0 Prozent zulegten. Händlern zufolge profitierten die Werte von einer starken Nachfrage nach Bankaktien auf den europäischen Aktienmärkten. Der stärkste Verlier unter den Standardaktien war die Aktie des Versorgers Endesa. Die Papiere gaben am Montag wegen Befürchtungen, ob die mögliche Fusion mit Iberdrola zustandekommt, um mehr als vier Prozent nach.

AMSTERDAM - AEX moderat im Plus

Die Amsterdamer Börse ging am Montag mit moderaten Kursgewinnen aus dem Handel. Der AEX stieg um 0,3 Prozent auf 643,92 Punkte. Nach Händlerangaben reagierte der Aktienmarkt damit sehr verhalten auf die starken Kursgewinne der Nasdaq am Freitag. Viele Anleger hielten sich zurück, sagte ein Händler zur Begründung. Zudem wirke sich die Situation im Nahen Osten und der schwache Euro belastend aus. Positiv schnitten am Montag die Technologietitel ab. UPC erholten sich von ihrem Kurseinbruch vom Freitag und stiegen um 6,3 Prozent. Philips verbesserten sich ebenfalls um 3,1 Prozent.

WIEN - ATX schließt freundlich

Die österreichischen Aktienwerte tendierten am Montag freundlich, allerdings gaben die "New Economy-Titel" deutlich nach. Der ATX legte um 3,5 Prozent auf 1100,15 Punkte zu. Das bestimmende Thema war Händlern zufolge der dramatische Sturz von CyberTron. Der Wert fiel um 12,80 Euro auf 12,80 Euro und erreicht im Handelsverlauf mit 11 Euro ein neues Tief. Auch Libro waren freundlich in den Handel gestartet, kamen aber nachmittags unter Druck und schlossen mit Verlusten von 8,5 Prozent auf dem neuen Tief von 12,80 Euro. Das Unternehmen wird am Donnerstag seine Halbjahreszahlen präsentieren.

BRÜSSEL - Fortis und Electrabel stützen BEL20

In Brüssel sorgte die Nachfrage nach Aktien der Schwergewichte Fortis und Electrabel für eine freundliche Gesamttendenz. Der BEL20-Index schloss den Handel mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 3038,36 Punkten. Fortis zogen 1,6 Prozent auf 33,47 Euro an und Electrabel gewannen 0,8 Prozent auf 252,00 Euro. Nach Einschätzung von Händlern hielten sich Anleger aufgrund von fehlenden Unternehmensmeldungen und der erhöhten Volatilität im Oktober zurück.

STOCKHOLM - OMX fester

Die Stockholmer Börse hat den ersten Handelstag der Woche im Plus geschlossen. Der starke Kursanstieg an der Nasdaq am Freitag hat sich Händlern zufolge zu Wochenbeginn positiv auf die schwedischen Titel ausgewirkt. Der 30 Werte umfassende OMX-Index notierte mit 1,8 Prozent im Plus bei 1192,04 Punkten. Zu den Kursgewinnern gehörten die Börsenschwergewichte Ericsson und Nokia, die um 5,5 skr auf 149,50 skr beziehungsweise um 17,50 skr auf 331,50 skr zulegten.

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