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Europäische Börsen schließen uneinheitlich

Der hohe Ölpreis puschte die Energietitel.

Reuters LONDON. Die europäischen Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während Aktien des TMT-Sektors (Telekom, Medien und Technologie) an den meisten europäischen Börsen von Gewinnmitnahmen und einer schwachen Nasdaq-Vorlage belastet waren, verhalf der hohe Ölpreis den Titeln im Energiesektor zu Kursgewinnen. Technologieaktien litten Händlern zufolge unter dem deutlichen Kursrückgang des führenden Chipherstellers Intel an der New Yorker Börse. Intel gaben dort am Abend (MESZ) mehr als zwei Dollar auf 66 Dollar ab. Analysten hatten einen Rückgang der Verkaufszahlen bei Intel in Aussicht gestellt. An der Londoner Börse sorgte der Beginn der geldpolitischen Gespräche der Londoner Notenbank für Zurückhaltung. Von der für Donnerstag erwarteten Zinsentscheidung erwartet die Mehrzahl der von Reuters befragten Volkswirte zwar keine Veränderung, ein paar Experten rechnen allerdings doch mit einer Erhöhung der Zinsen.

Die Vorgaben der Wall Street waren am Abend uneinheitlich Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Standardwerte notierte 1,11 Prozent im Plus, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index ein Minus von 1,5 Prozent bei einem Stand von 4081,03 Punkten vorlegte. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel um 0,13 Prozent auf 5129 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) lag 0,5 Prozent im Minus bei 5299 Punkten.

LONDON - Vodafone und BT drücken FTSE

In London schloss der FTSE-100-Index 0,86 Prozent tiefer auf 6694,70 Punkten. Der TMT-Sektor zeigte sich von Gewinnmitnahmen belastet. Marktschwergewicht Vodafone verloren 3,4 Prozent, während British Telecom um knapp sechs Prozent nachgaben.

ZÜRICH - Zurich Allied geben nach

Schwache Finanzwerte im Allgemeinen und grosse Verluste in Zurich Allied im Speziellen haben am Mittwoch der Schweizer Börse zugesetzt. Der SMI Index schloss 0,48 Prozent tiefer auf 8129,5 Punkten. Die Aktien der Bank Zurich Allied fielen um 3,65 Prozent auf 855 sfr. Händler sagten, die Abgaben seien trotz des eher enttäuschenden Ergebnisses übertrieben ausgefallen. Nun seien Zurich wieder günstig, hiess es. Ein Prozent schwächer gingen auch CS Group dem Markt. UBS fielen 0,50 sfr auf 255 sfr.

PARIS - CAC-Index schwächer

Der Pariser CAC-Index hat am Mittwoch nach seinem Rekordlauf vom Wochenauftakt 0,97 Prozent tiefer auf 6796,79 Punkten geschlossen. Indexschwergewicht France Telecom beendeten den Handel 0,62 Prozent tiefer auf 143,60 Euro. Nach Börsenschluss gab das Unternehmen bekannt, beim Umsatz und Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres zugelegt zu haben. Die Titel der Ölgesellschaft TotalFinaElf gewannen knapp zwei Prozent.

MAILAND - Mib30-Index behauptet

Der MIB30-Index der Mailänder Börse schloss um 0,05 Prozent höher auf 48434 Zählern. Händler sprachen von einer gemischten Tendenz. Telecom Italia gingen mit einem Minus von 0,31 Prozent aus dem Handel. Olivetti verloren 0,60 Prozent. Finanztitel notierten dagegen im Aufwind.

MADRID - Ibex fester

Der Ibex-Index hat in Madrid den Aktienhandel um 0,45 Prozent höher auf 11.238,5 Punkten beendet. Im Mittelpunkt standen Kursgewinne der Ölgesellschaft Repsol, die infolge des hohen Ölpreises um 0,49 Prozent zulegten und bei 23,39 auf einem neuen Jahreshoch aus dem Handel gingen. Telefonica legten um 0,03 Prozent zu. Ein weiterer Tagesgewinner waren Aktien der Fast-Food-Firma Telepizza, die nach Bekanntgabe ihrer Expansionspläne um mehr als zwei Prozent anzogen.

AMSTERDAM - AEX-Index leichter

An der Amsterdamer Börse ging der AEX-Index mit einem Minus von 0,43 Prozent auf 695,01 Punkten aus dem Handel. Chiphersteller ASM Lithography gaben 6,42 Prozent auf 44,20 Euro ab. Titel von Ölgigant Royal Dutch stiegen um 2,17 Prozent auf 71,19 Euro.

WIEN - ATX-Index freundlich

In Wien schloss der ATX 0,17 Prozent höher auf 1182,39 Punkten. Händler bezeichneten den Handel als lustlos. CyberTron schloss 0,15 Prozent tiefer auf 25 Euro. Händler begründeten dies mit Umschichtungen von Fonds und den Vorgaben. Bank Austria stieg um 0,16 Prozent auf 62,50 Euro. Zwei Drittel des ATX-Handelsvolumens entfielen auf Bank Austria und CyberTron.

<<p>b> BRÜSSEL - BEL20-Index behauptet

Der Bel20-Index hat in Brüssel behauptet mit einem Plus von 0,03 Prozent auf 3103,66 Punkten geschlossen. Positive Geschäftszahlen des Einzelhändlers Delhaize sowie des Chemiekonzerns Tessenderlo sorgten für Kurszuwächse bei den Aktien der beiden Unternehmen. Titel von Indexschwergewicht Fortis gewannen 0,18 Prozent, während die Aktien von KBC Bancassurance um 0,49 Prozent nachgaben.

STOCKHOLM - OMX-Index schwächer

Der OMX-Index schloss mit einem Minus von 0,89 Prozent auf 1360,06 Punkten. Die Aktien des Börsenbetreibers OM Gruppen standen im Mittelpunkt des Handelsinteresses, nachdem der Wert seines Übernahmeangebots für die Londoner Börse LSE[LSE.UL] unter den Marktwert des Londoner Handelsplatzes fiel. OM gaben um 6,12 Prozent auf 460 Kronen ab und reduzierten damit den Wert der LSE-Übernahme auf 848 Millionen Pfund. Der Börsenwert von LSE stieg auf 894 Millionen Pfund, nachdem die Aktien der Börse einen Anstieg verbuchten. Index-Schwergewicht Ericsson verlor 1,27 Prozent auf 194 skr, der finnische Rivale Nokia gab 3,9 Prozent auf 419 skr ab.

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