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Europäische Börsen schließen uneinheitlich

Die europäischen Börsen haben Händlern zufolge auf Grund unklarer Trendvorgaben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während zum einen Gewinnwarungen und Herunterstufungen mehrerer US-Unternehmen am Nachmittag für eine gedämpfte Stimmung sorgten, warteten Marktteilnehmer auf ein definitives Ende der US-Präsindentenwahl, wie Händler sagten.

Reuters LONDON. Überwiegend verloren Technologietitel an den europäischen Börsen. Banken sowie Versorgeraktien präsentierten sich dagegen fester.

Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA hat der Demokrat Al Gore das Ende seines Kampfes um die US-Präsidentschaft signalisiert. Gore wies nach Angaben seines Wahlkampfleiters William Daley am Mittwoch sein für die Nachzählungen in Florida zuständiges Team an, die Arbeit auszusetzen. Aus Parteikreisen verlautete, Gore werde in einer Ansprache am Abend das Ende seiner Kampagne um die Präsidentschaft bekannt geben.

In New York notierte der Nasdaq-Index gegen 20.00 Uhr MEZ 2,25 % tiefer auf 2865 Zähler, während der Dow Jones 0,52 % im Plus bei 10824 Punkten lag. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verlor 0,34 % auf 4805 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 1,19 % auf 4888 Punkte nachgab.



LONDON - Zum Schluss behauptet

Die Londoner Börse hat sich im Verlauf uneinheitlich gezeigt und ging behauptet aus dem Handel. Der FTSE schloss 0,2 % höher auf 6403,0 Punkten. Kursgewinne bei Pharma- und Bankentiteln standen Verluste von Telekomaktien gegenüber. Glaxo Wellcome legten um 2,03 % auf 1966 Pence zu. Der Verluste von Vodafone hätten allerdings das Aufwärtspotenzial limitiert, sagten Börsianer. Die Aktien gaben um 3,07 % auf 271 Pence nach. Die Aktie der Barclays Bank konnte von einer Heraufstufung durch eine Investmentbank profitieren und schloss 5,1 % höher.



ZÜRICH - Schwergewichte stützen

Die Schweizer Börse SWX hat am Mittwoch die frühen Gewinne zu einem Grossteil wieder abgegeben und nur noch leicht höher geschlossen. Der SMI Index schloss 28,8 Zähler höher auf 8040,7 Punkten. Händler verwiesen dabei auf den Anstieg der beiden Schwergewichte Novartis und Nestle , die an den Vortagen über Gebühr stark gelitten und sich nun aber erholt hätten. Gut gelaufen seien auch manche zyklische Titel, während die Banken trotz freundlicher Zinsmärkte die Gewinne nicht hätten halten können.



PARIS - France Telecom und Alcatel belasten

In Paris präsentierten sich vor allem Technologiewerte schwächer. Der CAC40 gab 1,41 % auf 5962,29 Punkte nach. Vor allem die Verluste bei France Telecom und Alcatel hätten für die schlechte Stimmung gesorgt, sagten Händler. Die Aktien verbilligten sich um 3,83 % auf 102,90 Euro beziehungsweise um 6,28 % auf 69,40 Euro. Händler sagten, es gebe Spekulationen im Markt, wonach Alcatel ein Übernahmeangebot für seinen US-Konkurrenten Lucent Technologies plane.



MAILAND - Eni gegen den Trend fester

An der Börse in Mailand gaben Finanz- und Telekomtitel nach. Der Mib30 ging 0,98 % tiefer bei 45 418 Punkten aus dem Handel. Olivetti und Telecom Italia gaben je um mehr als zwei Prozent nach. Gegen den Trend setzten Eni ihren Aufschwung fort und schlossen 1,92 % höher. Die Regierung hatte am Dienstag Spekulationen zurückgewiesen, sie habe einen Anteil des Unternehmens verkauft.

MADRID - Warten auf Konjunkturdaten

An der Börse in Madrid haben sich am Mittwoch die Marktteilnehmer mit Blick auf am Donnerstag anstehende Inflationszahlen für November zurückgehalten. Der Ibex schloss 0,38 % tiefer bei 9716,90 Zählern. Überdurchschnittlich legten Grupo Picking Pack zu, die im Januar in den Ibex aufgenommen werden sollen. Die Aktie festigte sich um 9,1 % auf 4,21 Euro.

AMSTERDAM - ASML stark unter Druck

Die niederländischen Aktienwerte haben bei geringen Umsätzen nachgegeben. Der AEX verlor 1,1 % auf 651,96 Punkte. Nach einer Herabstufung standen vor allem ASM Lithography unter Druck. Deren Papiere rutschten um 10,8 % auf 27,46 Euro ab. Das Schwergewicht Philips büßte nach einer Verringerung des Kursziels durch CSFB 5,2 % ein.



WIEN - Banktitel im Aufwind

Die freundlichen Aktien der Erste Bank und die der Bank Austria haben den ATX gegen schwächere Vorgaben abgestützt und zu einem freundlichen Schluss verholfen. Der 24 Werte umfassende ATX schloss mit 1083,37 Punkten 0,25 % höher, neun Werte beendeten den Handel fester, 14 Titel gingen leichter und ein Titel unverändert aus dem Markt. Die Erste Bank profitiere vor allem von der Erstbewertung von Lehman Brothers, die ein Kursziel von 56 Euro für die Bank sehen und sie mit "outperform" empfehlen, sagte ein Händler. Freundlich schlossen auch Bank Austria mit 58,40, die im Sog der ebenfalls festeren HypoVereinsbank.

BRÜSSEL - Finanztitel gewinnen

Kursverluste bei Finanz- und Technologietiteln standen an der Börse in Brüssel im Mittelpunkt. Der Bel20 schloss 0,38 % tiefer bei 3026,05 Punkten. Die Schwergewichte Fortis und Dexia gaben um 0,2 beziehungsweise 0,47 % ab. Die Titel des Telekomunternehmens Telindus rutschten um 5,43 %. Real Software gaben uzm 3,23 % nach.



STOCKHOLM - Technologiewerte belasten

Die Stockholmer Börse hat Händlern zufolge auf Grund der Verluste bei Technologiewerten am Mittwoch nachgegeben. Der OMX verlor 1,51 % auf 1130,89 Zähler. Die Schwergewichte Ericsson und Nokia wurden dabei vor allem von den Nasdaq-Vorgaben belastet, hieß es. Die Aktien büßten 4,5 skr auf 123,50 skr beziehungsweise 10 skr auf 475 skr ein.

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