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Europäische Börsen schließen uneinheitlich

Nach einem zunächst schwachen Handelsverlauf verhalfen fester notierende US-Börsen an einigen Handelsplätzen Börsen den Aktienwerten in die Gewinnzone, wobei sich insbesondere Technologiewerte von ihren Tagestiefständen erholten.

Reuters LONDON. Die europäischen Börsen haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Andere Börsen ließen sich allerdings nicht von der freundlichen Stimmung anstecken und zeigten sich nach wie vor von enttäuschenden Unternehmensmeldungen belastet. Unsicherheit bei den Investoren angesichts der weiteren Unternehmensentwicklung hatte im frühen Verlauf zu fallenden Kursen an den europäischen Finanzplätzen geführt. In den USA notierte der technologielastige Nasdaq-Index am frühen Abend mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 2028 Zählern, der Industriewerte-Index Dow Jones legte um 0,3 Prozent auf 10.281 Punkte zu. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz gab zur gleichen Zeit 0,16 Prozent auf 3908 Punkte nach, der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) notierte kaum verändert bei 4075 Zählern.

LONDON - Telekom - und Bankentitel belasten FTSE

An der Londoner Börse schloss der FTSE-Index um 0,2 Prozent schwächer bei 5468 Punkten. Marktschwergewicht Britisch Telecom gab um 2,4 Prozent auf rund 459 Pence nach. Im Bankensektor verloren Abbey National rund 0,6 Prozent auf 1180 Pence, Aktien von Lloyds TSB verbuchten ein Minus von 0,15 Prozent. Ursache seien Spekulationen um eine mögliche Blockade durch die Regierung für das Übernahmeangebot von Lloyds an Abbey, sagten Händler. Marconi Aktien schlossen nach den massiven Kursverlusten der vergangenen Woche mit einem Plus von 7,2 Prozent bei 110,02 Pence.

ZÜRICH - Verbucht leichte Gewinne

Die Aktienwerte in Zürich haben im Handelsverlauf den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Der SMI-Index legte um 0,2 Prozent auf 6985 Punkte zu. Händler sprachen von einem ruhigen und auf Einzelmeldungen beschränkten Geschäft. Die Aktien des Medizintechnikunternehmens Sulzer Medica verloren rund elf Prozent auf 93,50 Euro. Das Unternehmen gab erste Informationen zum Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr und über den Stand bei den Klagen im Zusammenhang mit schadhaften Hüftimplantaten. Insgesamt rechne das Unternehmen mit 2500 Fällen, hieß es. Nach den Wiederoperationen und den damit verbundenen Kosten drohten nun aber zusätzlich noch Aktionärsklagen wegen Falschinformationen.

PARIS - Schließt im Plus

Die Aktienwerte in Paris haben nach einem zunächst schwachen Verlauf in der Gewinnzone geschlossen. Der CAC-40-Index stieg um 0,56 Prozent auf 5027 Zähler. Die Aktien des Luxusgüterherstellers LMVH legten auf Grund guter Quartalszahlen um 7,55 Prozent auf 57 Euro zu. Die Aktien des Telekommunikationsausrüsters Alcatel schlossen um 1,67 Prozent fester bei 19,45 Euro, nachdem das Papier im Handelsverlauf auf bis zu 18 Euro gefallen war. Die Investmentbank Morgan Stanley hatte zuvor die Gewinnschätzung je Aktie für Alcatel im laufenden Jahr um 55 Prozent, und für 2002 um 44 Prozent reduziert.

MAILAND - Schließt mit festen Telekomtiteln im Plus

An der Mailänder Börse vollzog sich im Handelsverlauf ebenfalls ein Stimmungswechsel. Der Mib30-Index schloss nach einem zunächst schwachen Verlauf mit einem Plus von 0,55 Prozent bei 36.907 Zählern. Insbesondere Telekomwerte trugen zu dem Indexgewinn bei. Telecom Italia stiegen um 3,22 Prozent auf 10,55 Euro an, die Aktien des Schwesterunternehmens Telecom Italia Mobile gewannen 2,7 Prozent auf 5,97 Euro. Händler führten die Entwicklung auf eine technische Reaktion nach den massiven Verlusten am Freitag zurück.

MADRID - Legen im späten Handelsverlauf zu

Die madrilenische Börse hat sich im Verlauf von ihren Verlusten erholt und im Plus geschlossen. Der Ibex-Index gewann 0,29 Prozent auf 8526 Zähler. Insbesondere Kursgewinne bei den Finanztiteln hatten Abschläge bei Indexschwergewicht Telefonica wett gemacht. Die Aktien von Banco Popular stiegen um 4,48 Prozent auf 42 Euro, was Händler auf Gerüchte zurück führten, die Bank wolle den kleineren Wettbewerber Banco Atlantico übernehmen. Die Titel von Telefonica verbilligten sich um 1,14 Prozent auf 13,85 Euro. Die Finanzkrise in Argentinien sowie ein schwacher Ausblick des Telekomsektors belaste den Wert, sagten Händler.

AMSTERDAM - Baut Verluste ab - Schließt im Minus

Die niederländischen Aktienwerte haben sich im späten Handelsverlauf von ihren Tiefständen erholt, die Sitzung aber im Minus beendet. Der AEX-Index schloss um 0,33 Prozent schwächer bei 561,04 Zählern. Deutliche Verluste beim Halbleiterhersteller BESI hatten das Kursbarometer belastet. BESI hatten mitgeteilt, auf Grund einer schwächeren Sektorennachfrage nach vorläufigen Angaben einen Verlust im zweiten Quartal zu erwarten. Die Titel gaben um knapp neun Prozent auf 7,15 Euro nach. ASM Lithography schlossen nach einer zunächst schwächeren Tendenz um 1,5 Prozent fester bei 24,42 Euro.

WIEN - Böhler profitieren von Übernahmespekulationen

Die österreichischen Aktienwerte haben fester geschlossen. Der ATX-Index legte um 0,77 Prozent auf 1213 Punkte zu. "Es sieht recht freundlich aus", sagte ein Händler. Gestützt werde der Index unter anderem von steigenden Kursen des Edelstahlherstellers Böhler-Uddeholm. Die Titel profitierten nach Händlerangaben von Übernahmespekulationen und gewannen mehr als fünf Prozent auf 46,93 Euro. Die britische CVC, die Berichten zufolge ein Angebot unterbreitet hatte, dementierte die Berichte. Händler bewerteten das Dementi aber als "halbherzig". OMV-Titel stiegen um 5,2 Prozent auf 104,23 Euro. Merrill Lynch hatte zuvor ihr 12-Monats-Kursziel von 150 Euro bekräftigt.

BRÜSSEL - Finanztitel belasten

An der Brüsseler Börse hat der Bel20-Index vor allem in Folge schwächerer Finanztitel um 0,4 Prozent auf 2873 Zähler nachgegeben. Die Aktie des Finanzdienstleisters Fortis, die mehr als 20 Prozent des Index ausmacht, verlor 1,16 Prozent auf 28,20 Euro. Ebenfalls zu den Verlierern zählten Dexia-Titel, die rund ein Prozent auf 18,41 Euro nachgaben. Händler sagten, die Gewinnwarnung der französischen Bank Societe Generale in der vergangenen Woche würde die Werte weiterhin belasten. Die Aktien von Barco fielen auf ein neues Rekordtief bei 47,20 Euro. Das Unternehmen gab nach Börsenschluss eine Gewinnwarnung heraus.

STOCKHOLM - Nokia unter Druck

Belastet von Kursverlusten des Telekomtitels Nokia verlor der OMX-Index 0,53 Prozent auf 818,65 Zähler. Die Titel des Mobilfunkherstellers Nokia gaben um vier skr auf 204 skr nach. Die Aktie des Mobilfunkherstellers Ericsson notierten zunächst ebenfalls im Minus, nachdem die Investmentbank UBS Warburg das Kursziel der Ericsson-Aktie zuvor von 60 Kronen auf 50 Kronen reduziert hatte. Die Aktien erholten sich allerdings im weiteren Handelsverlauf und legten um 0,5 skr auf 50 skr zu.

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