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Europäische Börsen schließen zum Teil mit großen Verlusten

Die europäischen Börsen haben am Montag belastet von Gewinnmitnahmen und schwächer einsetzenden US-Börsen zum Teil deutlich in der Verlustzone geschlossen. Unter starkem Druck gerieten insbesondere Ölwerte, die unter nachlassenden Rohölpreisen infolge anhaltender Rezessionsängsten litten. Aber auch Technologiewerte mussten Einbussen hinnehmen.

Reuters LONDON. Laut Händler zeigten sich die europäischen Aktien unbeeindruckt von dem weniger schlecht als erwartet ausgefallenen US-Einkaufsmanager NAPM für September. An der Pariser Börse fielen die Titel der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS wegen Sorgen über die Aufträge in einem schrumpfenden Luftfahrtmarkt 6,8 Prozent. Alstom verloren 5,2 Prozent. In Helsinki und Stockholm mussten die Aktien von Nokia und Ericsson mit Abschlägen 6,9 beziehungsweise 5,7 Prozent deutlich Federn lassen. Ebenfalls in der Verlustzone notierten Philips in Amsterdam mit minus 4,3 Prozent. Der DJ Stoxx 50-Index lag zuletzt 2,8 Prozent im Minus bei 3246 Zählern.

LONDON - Eröffnungsverluste kontiunierlich ausgebaut

Die Londoner Börse hat am Montag ihre Eröffnungsverluste kontiunierlich ausgebaut und schwächer geschlossen. Der FTSE-100-Index fiel 2,4 Prozent auf 4786 Punkte. Händlern zufolge belasteten Gewinnmitnahmen und eine wieder zunehmende Unsicherheit vor möglicherweise bevorstehenden Militärschlägen der USA den Gesamtmarkt. Unter deutlichen Abschlägen litten Ölwerte; so ermässigten sich die Titel von BP um sechs Prozent, und Shell verloren 4,5 Prozent. Im Blickpunkt der Anleger standen auch die Titel von Cadburry Schweppes , die 4,6 Prozent verloren. Börsianer führten dies auf eine in den USA eingereichte Wettbewerbsklage gegen den Konkurrenten PepsiCo zurück.

ZÜRICH - Von Gewinnmitnahmen belastet

Die Schweizer Aktien haben am Montag nach der kräftigen Erholung in der Vorwoche einen Konsolidierungskurs eingeschlagen und schwächer geschlossen. Händler sprachen dabei von einer nicht unerwünschten Entwicklung mit Gewinnmitnahmen, da der Markt mit 6000 Punkten im SMI doch auf einem etwas überkauften Niveau gewesen sei. Der SMI schloss 1,6 Prozent tiefer mit 5920 Punkten. Die Aktien und Anleihen der Swissair und der Crossair bleiben wegen der jüngsten Entwicklung bis Dienstag vom Handel suspendiert.

PARIS - Von EADS ins Minus gezogen

An der Pariser Börse verlor der CAC-40-Index 1,8 Prozent auf 4005 Zähler. Händlern zufolge belasteten Gewinnmitnahmen die Kurse. Deutlich unter Druck gerieten die Titel des Raum- und Luftfahrtkonzerns EADS , die wegen Sorgen über die Auftragslage in einem schrumpfenden Luftfahrtmarkt 6,8 Prozent einbrachen. Die Aktien des Energie- und Transportkonzerns Alstom sackten 5,2 Prozent ab. Verschiedene Technologie- und Telekomwerte liessen nach den teilweise markanten Gewinnen in der Vorwoche Federn.

AMSTERDAM - Gewinnmitnahmen drücken

Auch die Börse Amsterdam hat am Montag schwächer geschlossen. Der AEX-Index der Standardwerte sank um 3,6 Prozent auf 437 Zähler. Laut Händlern hatten viele Anleger vor dem Hintergrund der weltweit politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten die Gewinne der Vorwoche mitgenommen. Die Liste der Verlierer führten die Titel des Nahrungsmittelkonzerns Numico mit einem Minus von 25 Prozent. Ebenfalls in der Verlustzone warn Philips mit minus 4,3 Prozent.

MADRID - Tiefer im Sog der europäischen Börsen

Die spanischen Aktien haben im Sog der übrigen europäischen Börsen nachgegeben. Der Ibex-35 Index , der letzte Woche nahezu 13 Prozent zugelegt hatte, sank 1,7 Prozent auf 7193 Punkte. Händler sagten, die Gewinne der letzten Woche seien durch Gewinnmitnahmen durch Fonds, welche die Verluste des dritten Quartals minimieren wollten, teilweise wieder abgegeben worden. Die Aktien von Baufirmen legten angeführt von Dragados zu. Dragonas profitierte von Fusionsgerüchten. Zu den grössten Verlierern gehörten die Banken SCH und BBVA.

. MAILAND - Ebenfalls Gewinnmitnahmen

Die Mailänder Börse hat nach Händlerangaben infolge breit einsetzender Gewinnmitnahmen schwächer geschlossen. Der MIB-30-Index fiel um 2,6 Prozent auf 28.641 Zähler. Insbesondere Bankwerten gerieten unter Abgabedruck. So verloren Unicredito fast sechs Prozent. Auch Technologie- und Telekomwerte standen unter Abgabedruck. Die rege gehandelte Olivetti notierte 4,6 Prozent tiefer und auch Pirelli und Telekom Italia verloren.

STOCKHOLM - Nokia unter Druck

Dem allgemeinen schwachen Börsenklima konnte sich auch die Stockholmer Börse nicht entziehen. Der OMX-Index verlor 1,6 Prozent auf 692 Zähler. Händlern zufolge zogen deutliche Verluste der beiden Telekomschwergewichten Nokia und Ericsson die Kurse ins Minus. Während Nokia 4,4 Prozent verloren, ermässigten sich die Ericsson 5,4 Prozent. Gegen den Trend notierten positiv tendierten einige zyklische Werte, die von Umschichtungen profitierten.

WIEN - Gegen den Trend freundlich Die Börse Wien hat gegen den europäischen Trend freundlich tendiert. Der ATX schloss 1,3 Prozent höher mit 1098 Punkten. Vor allem Schwergewicht Telekom Austria zogen den Markt mit einem Plus von 3,1 Prozent nach oben.

BRÜSSEL - Gewinnmitnahmen bei Finanzwerten

Die belgische Börse hat leicht tiefer geschlossen. Der Bel-20-Index der Standardwerte gab um 0,5 Prozent auf 2629 Zähler nach. Insbesondere die grossen Finanzaktien litten Händlern zufolge unter Gewinnmitnahmen. Zusätzlich hätten die schwächer einsetzenden US-Märkte Verkaufsdruck ausgeübt. Die Beteiligungsgesellschaft Fortis verloren 1,3 Prozent und Dexia gaben 1,8 Prozent nach.

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