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Europäische Börsen: Tagesverluste wieder aufgeholt

Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag anfängliche Kursverluste im späten Handel zum grössten Teil wieder aufgeholt und teilweise sogar im Plus geschlossen. Der DJ Stoxx50 Index der größten Unternehmen der EU und der Schweiz war mit minus 0,04 % auf 3383,81 Punkte praktisch unverändert zu Freitag.

Reuters. Laut Händlern setzten die am Sonntag begonnenen Militärschläge der USA und Großbritanniens in Afghanistan die europäischen Märkte zunächst unter Druck. Allerdings habe der überraschend stabile Kursverlauf der US-Börsen im späten Handel dann zu einer Trendwende geführt. Unter Druck standen insbesondere Versicherungs- und Bankwerte. Händler verwiesen auf möglicherweise höhere Kosten im Falle einer Eskalation der Gewalt. Zudem belastete eine Gewinnwarnung des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich Financial Services die Branche.

London: Die Londoner Aktienbörse hat die frühen Kursverluste größtenteils wieder wett gemacht und noch knapp im Minus geschlossen. Der FTSE-100-Index sank 0,07 % auf 5032,7 Zähler. Vorerst hatten die Militärschläge in Afghanistan, an denen auch britische Verbände beteiligt sind, die Kurse auf breiter Front belastet. Die Transportunternehmen gerieten nach Unterstellung des privaten Schienennetz-Betreibers Railtrack unter staatliche Kontrolle unter Druck. So fielen First-Group um 6,5 %. Zum Teil deutliche Abgaben mussten auch Bankwerte hinnehmen. Die HSBC verloren 1,2 % und Royal Bank of Scotland sackten 2,8 % ab.

Zürich: Die Schweizer Aktien haben sich am Montag nach einem schwachen Verlauf von den Tiefstkursen gelöst und praktisch unverändert geschlossen. Der SMI schloss nach einem Tief bei 5777,4 Punkten um 0,03 % tiefer mit 5952,9 Punkten. Händler sprachen von einem zumeist ruhigen und umsatzarmen Geschäft, in dem vor allem Zurich , ABB und Swissair im Mittelpunkt gestanden seien. Zurich, die zeitweise über 14 % abgesackt waren, schlossen noch 4,3 % tiefer. Zurich habe den Markt mit der dritten Gewinnwarnung im laufenden Jahr einmal mehr enttäuscht. ABB schlossen noch zwei Prozent tiefer. Die Kurse der Großbanken litten zunächst weiter unter den Schuldzuweisungen in Zusammenhang mit der temporären Stilllegung der Swissair-Flotte in der Vorwoche, konnten sich dann aber ebenfalls erholen.

Paris: Die Pariser Börse hat nach einem volatilen Handelsverlauf leicht im Plus geschlossen. Der CAC-40-Index stieg 0,18 % auf 4172,21 Zähler. Laut Händlern weckten die zum Teil günstigen Kurse einiger Technologie- und Medienwerte das Kaufinteresse der Anleger. In der Gunst der Investoren standen die Titel des europaweit größten Chipherstellers STMicroelectronics . Hingegen sackten die Aktien

des Versicherungskonzerns Axa 2,2 % ab.

Amsterdam: Auch die Amsterdamer Börse hat sich von den Tiefständen erholt und moderat fester geschlossen. Der AEX-Index notierte zu Handelsschluss 0,15 % fester bei 457,77 Punkten. Händler verwiesen auf die freundliche Kurseröffnung der US-Börsen. Laut Börsianern waren insbesondere Technologiewerte gesucht. Zu den Gewinner zählten die Aktien des Halbleiterequipment-Herstellers ASML Holding die 9,3 % nach oben schossen. Auch Philips waren gesucht und verbesserten sich um 2,3 %.



Mailand: Die Mailänder Börse hat im Sog freundlich eröffnender US-Börsen fester geschlossen. Der Mib30-Index gewann 1,74 % auf 29 990 Zähler. Händler verwiesen auf die Erholung bei Bank- und Technologiewerte. Die Aktien der Investmentbank Mediobanca kletterten um fast fünf Prozent. Die rege gehandelten Titel von Olivetti legten 2,8 % zu.

Madrid: Die Madrider Börse hat dank der Kurserholung von Telefonica nach volatilem Handelsverlauf fester geschlossen. Der Ibex-35-Index legte 0,43 % auf 7200,0 Punkte zu. Die Aktien von Marktschwergewicht Telefonica notierten zu Handelsende 0,4 % fester, nachdem sie im Verlauf über drei Prozent nachgegeben hatten. Im Banksektor verbesserten sich Santander Central Hispano um 0,9 %, während Banco Bilbao Vizcaya Argentaria 1,3 % nachgaben.

Stockholm: Auch die Stockholmer Börse hat sich von frühen Verlusten erholt und freundlich geschlossen. Der OMX-Index stieg 0,27 % auf 726,75 Zähler. Unter Druck standen die Titel der Fluggesellschaft SAS die 1,9 % tiefer schlossen. Allerdings vermochten sich SAS von den Tiefstständen unmittelbar nach Bekanntgabe des Flugzeugunglücks in Mailand zu lösen. Bei der Kollision in dichtem Nebel eines SAS-Jets mit einem deutschen Kleinflugzeug kamen über 100 Personen ums Leben.

Brüssel: Die Brüsseler Börse hat ebenfalls von den stabil eröffnenden US-Aktienmärkten profitiert. Die deutlichen Verluste im Handelsverlauf wurden abgebaut und der Bel-20-Index schloss mit einem Minus von 0,6 % auf 2666,84 Punkte moderat schwächer. Belastend wirkten die Kursverluste des Indexschwergewichtes Fortis , die 0,6 % nachgaben.

Wien: Die Wiener Börse hat ihre Tagesverluste ebenfalls fast wieder wett machen können und nach zurückhaltendem Handel leichter geschlossen. Der ATX-Index notierte 0,41 % schwächer bei 1065,49 Zählern. Telekom Austria zogen wegen anhaltender Spekulationen um einen angeblich bevor stehenden Führungswechsel um 5,1 % an.

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