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Europäische Börsen überwiegend leichter

Nach Händleraussagen hielten sich Investoren auch angesichts geringer Unternehmensnachrichten zurück. Getrübt werde die Stimmung von den negativen Vorgaben der Nasdaq.

rtr LONDON. Die europäischen Börsen haben sich am Dienstag im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen bei geringen Umsätzen überwiegend leichter präsentiert. Nach Händleraussagen hielten sich Investoren auch angesichts geringer Unternehmensnachrichten zurück. Getrübt werde die Stimmung von den negativen Vorgaben der Nasdaq. Mit Blick auf die Blue Chips wurde von einem richtungslosen Handel gesprochen.

Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Montag 1,02 % auf 3416,21 Punkte nachgegeben. Der Dow Jones hatte mit einem Plus von 1,47 % bei 10977,21 Zählern geschlossen. Der Dezember-S&P-Futures deutet mit einem Rückgang um 5,5 Punkte und der Nasdaq-Future mit einem Minus von 33 Zählern auf eine leichtere Eröffnung der Wall Street hin.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz sank bis zum Mittag um 0,14 % auf 4871,77 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,75 % auf 5052,96 Punkte nachgab.



LONDON - Knapp im Plus - Ölaktien gefragt

An der Londoner Börse tendierte das Börsenbarometer bei einer regen Nachfrage nach Ölaktien knapp im Plus. Der FTSE zog um 0,14 % auf 6440 Zähler an. Den Gewinnen von BP Amoco und Shell um jeweils 1,6 und 2,9 % auf 574 1/2 und 543 3/4 Pence standen Verluste bei Bank- und Medientiteln gegenüber. Alliance&Leicester gaben um 1,1 % auf 631 3/4 Pence nach. Unter den Medientiteln gehörten WPP Group zu den größten Kursverlierern mit 2,5 % im Minus auf 903 Pence.



ZÜRICH - Bei fehlenden Impulsen knapp behauptet

Die Schweizer Börse hat sich im Vormittagshandel wenig verändert. Händler sprachen von einem abwartenden und daher ruhigen Geschäft. Es fehle an Impulsen und Marktteilnehmer wollten den Ausgang der US-Wahlen abwarten, bevor sie sich engagierten. Der SMI notierte kaum verändert bei 8131,6 Zählern. Technisch sei der Markt überkauft und daher reif für eine kleine Korrektur, sagten Händler. Kleine Anstiege seien zwar noch möglich, könnten aber kaum nachhaltig verteidigt werden. UBS legten 0,4 % zu auf 254,5 sfr. Der Druck seitens der ehemaligen Paine Webber dürfte abgebaut sein, hieß es. Auch Versicherungen zeigten sich mehrheitlich fester. Gewinnmitnahmen gab es bei Swisscom, die um 1,1 % auf 462 sfr sanken.



PARIS - Knapp behauptet - Alstom stützt

In Paris präsentierte sich die Börse nach schwächerem Auftakt knapp behauptet. Der CAC40 lag gegen Mittag um 0,1 % im Minus bei 6346,6 Zählern. Händler berichteten von geringen Umsätzen. Bis zuletzt würden Investoren die US-Wahlen als Entschuldigung nehmen, nicht in den Markt einzugreifen, sagte ein Händler. Nach den heutigen Ergebnissen werde wieder mit Zuwächsen gerechnet. Gestützt werde das Börsenbarometer von Alstom mit 2,42 % auf 26,25 Euro, nachdem der Technologiekonzern seine Halbjahreszahlen bekannt gegeben hatte. Trotz positiver Neun-Monats-Zahlen sanken dagegen France Telecom um 0,8 % auf 119,1 Euro.

MAILAND - Leichter - Vorsicht wegen US-Wahlen

Die italienischen Aktienwerte tendierten bei gemäßigtem Handel leichter. Der Mib30 fiel um 0,6 % auf 48028 Zähler. Nach dem Höhenflug von Pirelli zum Wochenauftakt vor Bekanntgabe der Quartalszahlen gab das Papier um 0,9 % auf 3,59 Euro nach. Im Blickpunkt war auch Medibanca, die Gerüchten zufolge eine Allianz mit dem französischen Investmenthaus Lazard planen. Das Papier stieg um 0,5 % auf 13,5 Euro. Die Telekomtitel gaben mehrheitlich nach. Uneinheitlich tendierten die Bankentitel.



MADRID - Nasdaq-Vorgabe drückt Terra Lycos

An der madrilenischen Börse haben die negativen Nasdaq-Vorgaben zu Kursverlusten bei Technologietiteln geführt und das Börsenbarometer gesenkt. Der Ibex fiel um 0,33 % auf 10576,5 Zähler. Eingebüßt hat vor allem Telefonicas Internettochter Terra Lycos mit einem Kursrutsch um 0,3 % auf 29,41 Euro. Endesa lagen nach ihrer Bekanntgabe, voraussichtlich 30 % von SNET zu kaufen, um 0,4 % höher bei 19,9 Euro. Repsol setzten ihre Erholung fort und stiegen um 0,3 % auf 19,28 Euro.



AMSTERDAM - Leichter bei richtungslosem Handel

Die niederländischen Aktienwerte haben sich bei richtungslosem Handel leichter präsentiert. Gegen Mittag lag der AEX 0,63 % tiefer bei 685,96 Zählern. Händler glauben, dass nach der US-Wahl die allgemein erwartete Jahresendrally einsetzen könnte. Unter den Technologietiteln reagierten nur einige auf die negativen Nasdaq-Vorgaben, wie ASM Lithography und Kabelfernsehunternehmen UPC. Sie gaben um jeweils 4,5 und 3,9 % auf 32,95 und 20,9 Euro nach. Nach unerwartet hohen Quartalsverlusten brach Kabelunternehmen Versatel um 5,4 % auf 21,95 Euro ein.



WIEN - Behauptet bei verhaltenen Umsätzen

Die österreichischen Aktienwerte tendierten bei verhaltenen Umsätzen behauptet. Händler sprachen von einem ruhigen Handel und einer abwartenden Haltung der Marktteilnehmer vor den US-Präsidentschaftswahlen. Der ATX sank um 0,3 % auf 1125,96 Punkte. Nach den Verlusten in den vergangenen Wochen zeichnete sich bei Wolford nach wie vor keine Gegenbewegung ab. Das Papier gab um weitere 3,4 % auf 23,18 Euro nach. Unter das Jahrestief vom Vortag rutschten BETandWIN, die gegen Mittag um 4,8 % tiefer bei 8,56 Euro lagen.



BRÜSSEL - Nach Anstieg über 3200 Zähler gedreht

In Brüssel durchbrach der Index im frühen Handel die Marke von 3200 Punkten, drehte jedoch nach kurzer Zeit ins Minus. Für den Schub sorgte Pharmatitel UCB, die jedoch gegen Mittag wieder um 0,35 % tiefer bei 43,3 Euro lagen. Händler sprachen von einer kurzen Fortsetzung des guten Trends bei Pharmapapieren. Auch Dexia trugen zum anfänglichen Indexanstieg bei und lagen mit 1,4 % im Plus bei 181,5 Euro. Nach Drehung des Börsenbarometers lag der Bel20 um 0,3 % im Minus bei 3189,67 Zählern. Investoren würden wegen der US-Wahlen noch einen weiteren Tag abwarten, erklärten Händler die branchenweit gemäßigten Umsätze.

STOCKHOLM - Deutlich im Minus

Die Stockholmer Börse tendierte auf Grund umfangreichen Verkäufen der Telekomausstatter deutlich im Minus. Der OMX sank um 1,22 % auf 1171,85 Zähler. Ericsson fielen um fünf skr auf 126 skr, nachdem das Papier zuvor an der Wall Street kräftig nachgegeben hatte und Gerüchte über eine mögliche Herabstufung durch Morgan Stanley kursierten. Nokia ging es ähnlich mit Kursverlusten von 13,5 skr auf 414,5 skr. Hinzu gewann Framfab. Das Papier kletterte um 1,3 skr auf 24,9 skr. Nach Abbruch der Übernahmegespräche mit Investmentfirma Kapital fielen Perstorp um 6 skr auf 68 skr.

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