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Europäische Börsen überwiegend schwächer

Der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips der EWU verlor 0,7 Prozent

Die europäischen Börsen haben sich am Donnerstag überwiegend schwächer präsentiert. Dabei hätten zwar Technologiewerte von den guten Vorgaben der US-Börse profitiert, anhaltende Zinsängste aber die Finanztitel belastet, sagten Händler. Zudem habe es Gewinnmitnahmen bei Titeln von Ölkonzernen gegeben. In den USA lag der Dow.-Jones-Index am Donnerstagabend 0,2 % im Plus. Die technologielastige Nasdaq-Börse notierte 0,5 % fester. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz gab 0,65 % höher auf 4972,74 Zähler ab. Der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) verlor 0,7 % auf 5123,99 Zähler.

LONDON - FTSE-Index schwächer

Der Londoner Aktienmarkt präsentierte sich trotz starker Nachfrage nach Telekommunikationswerten schwächer. Gewinnmitnahmen bei den Ölwerten und einen starken Kursrückgang bei Rolls-Royce hätten den Markt belastet, sagten Händler. Der FTSE-100-Index konnte die 6.600-Punkte-Marke nicht bis Sitzungsschluss verteidigen und ging mit einem Minus von 0,1 % auf 6577 Zähler aus dem Handel. Rolls-Royce fielen um 22 %, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, der Gewinn 2001 werde voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2000 verharren. Im Ölsektor verloren Shell 3,1 % und BP Amoco 1,6 %.

ZÜRICH - SMI-Index knapp im Minus

Die Schweizer Börse hat ihre Auftaktgewinne nicht bis Sitzungsende verteidigen können und ging mit einem Abschlag aus dem Handel. Das Blue-Chip-Barometer SMI-Index gab 0,33 % auf 8 349,5 Punkte ab. Der Handel sei ereignislos gewesen, sagten Händler. Auch die anhaltende Nachfrage nach Nestle habe den Markt nicht stimulieren können. Nestle profitierte vor allem von Empfehlungen diverser Banken, die einen Tag nach Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse ihre Kursziele für die Aktie anhoben. Die Titel legten 39 sfr auf 3769 sfr zu.

PARIS - CAC-Index mit Verlusten

Die Pariser Börse hat aufgrund schwacher Ölwerte seine Auftaktgewinne eingebüßt und leichter geschlossen. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen gab 0,61 % auf 6462 Punkten nach. Total Fina Elf fielen um 2,82 %. France Telecom legten dagegen um 2,5 % zu. Die Aktie hatte in den vergangenen Tagen stark unter den Sorgen der Anleger wegen der hohen Kosten der UMTS-Mobilfunklizenzen gelitten.

MAILAND - Mib30-Index leicht im Minus

Im Mailänder Aktienhandel zeigte sich der MIB30-Index mit minus 0,64 % auf 46922 Punkten leichter. Trotz der Erholung der Telekomwerte hätten Gewinnmitnahmen beim Versorger Eni den Markt ins Minus gedrückt, sagten Händler. Im Zuge der unter Abgabedruck stehenden Ölwerte verloren Eni 4,05 % auf 6,557 Euro. Telekom Italia Mobile stiegen indes um 0,68 %, die Muttergesellschaft Telecom Italia legten 1,9 % zu. Das italienische Kommunikatiosministerium teilte mit, dass acht Bietergruppen Gebote für die italienischen UMTS-Lizenzen eingereicht hätten.

MADRID - Ibex-Index unter Druck

An der Börse in Madrid hat der Ibex-Index die Sitzung mit Verlusten abgeschlossen. Das Börsenbarometer verlor 0,7 % auf 10 720 Zähler. Wie auch bei seine europäischen Konkurrenten standen die Aktien des spanische Ölkonzern Repsol unter Druck und büßten 4,5 % ein. Telefonica, die in den vergangenen vier Tagen rund 17 % an Wert verloren hatten, stiegen um 0,3 %. Händler führten dies auf eine technische Erholung zurück.

AMSTERDAM - AEX-Index fester

Die Amsterdamer Börse hat ihren Aufwärtstrend fortgesetzt und fester geschlossen. Der AEX-Index stieg kurzzeitig über die Marke von 700-Punkten, ehe er im weiteren Verlauf wieder etwas nachgab. Das Börsenbarometer notierte zum Handelsschluss bei 696 Zählern 0,74 % fester. Die Aktien des Telekomanbieters KPN legten um 3,95 % auf 30,51 Euro zu, nachdem die Titel am Vortag auf ein Jahrestief von 29,85 Euro gefallen waren. ING kletterten 0,7 % auf 76,50 Euro, nachdem die Finanzgruppe ein Halbjahresergebnis im Rahmen der Erwartungen veröffentlicht hatte.

WIEN - ATX-Index leichter

Der Wiener Aktienmarkt hat in Folge schwächerer Bankenwerte nachgegeben. Der ATX-Index beendete die Sitzung mit 1173,25 Punkten, nach einem Vortagesschluss von 1183,25 Punkten. Das Interesse konzentriere sich immer wieder auf wenige Titel, sagte ein Händler. Die Aktien der Bank Austria konnten sich mit einem Verlust von 1,62 % auf 60 Euro der schlechten Stimmung bei den europäischen Bankentiteln nicht entziehen, hieß es. OMV stiegen hingegen auf 85,50 (Vortag 84,50) Euro. Ausgelöst wurde dies Händlern zufolge durch Berichte, wonach sich der OMV-Chef optimistisch zu einem Zusammengehen mit der Veba Öl geäußert hat.

BRÜSSEL - BEL20-Index seitwärts

In Brüssel tendierte der Bel20-Index mit Plus 0,08 % auf 3165 Punkten seitwärts. Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung in Europa hätten den Finanzsektor belastet, sagten Händler. Agfa Gevaert stiegen im Vorfeld der nach Handelsschluss anstehenden Bekanntgabe der Halbjahreszahlen um 1,59 %. Auch die Aktien von Sofina verteuerten sich um 5,78 % und setzten damit ihren Aufwärtstrend vom Vortag fort.

STOCKHOLM - OMX-Index leichter

Die Stockholmer Börse hat seine Auftaktgewinne nicht verteidigen können und ist leichter aus dem Handel gegangen. Der OMX-Index gab 0,43 % auf 1316 Zähler ab. Indexschwergewicht Ericsson verteuerte sich um 0,5 Kronen auf 187 skr. Trotz der über den Erwartungen vieler Marktteilnehmer liegenden Halbjahresergebnisse büßten Swedbank zwei Kronen auf 139,50 Kronen ein.

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