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Europäische Fluggesellschaften legen Aktionsplan zur Sanierung der Branche vor

Der Branchenverband der europäischen Fluggesellschaften AEA hat am Donnerstag in Brüssel EU-Vertretern und Europaparlamentariern einen Aktionsplan zur Sanierung der Branche vorgelegt, die in den letzten fünf Jahren Verluste in Höhe von 6,4 Mrd. Dollar eingeflogen hat.

dpa-afx BRÜSSEL. Der Branchenverband der europäischen Fluggesellschaften AEA hat am Donnerstag in Brüssel EU-Vertretern und Europaparlamentariern einen Aktionsplan zur Sanierung der Branche vorgelegt, die in den letzten fünf Jahren Verluste in Höhe von 6,4 Mrd. Dollar eingeflogen hat. "Die europäischen Fluggesellschaften befinden sich in einer ernsten Lage", sagte der AEA-Vorsitzende Vagn Soerensen am Donnerstag. "Einige unserer Mitglieder kämpfen ums Überleben und gemeinsam könnten wir gut ein weiteres unrentables Jahr ausweisen."

Weder die Kontrolle der Betriebskosten, noch die Geschäftsmodelle bereiteten den Fluggesellschaften Schwierigkeiten, betonte Soerensen. Die AEA-Mitglieder hätten seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 rund 35 000 Stellen abgebaut.

AEA Fordert Rahmenabkommen FÜR Fairen Wettbewerb Zwischen EU und USA

Aber weder Billigflieger noch herkömmliche Fluggesellschaften könnten die "strukturellen Ineffizienzen" in Europa überwinden. So sei zwar der Flugverkehr dereguliert worden, nicht aber die Luftraumkontrolle und die elektronischen Reservierungssysteme. Die in diesen Bereichen aktiven Dienstleister könnten auf Grund ihrer oligopolistischen Marktstellung die Kosten für die Airlines erhöhen. Das anhaltende Interesse der Regulierer, den Fluggesellschaften neue Steuern, Forderungen und eine komplexe Gesetzgebung aufzuladen, tue ein Übriges.

Während die Luftfahrtbranche in den USA in den Jahren 2002 bis 2004 Subventionen in Höhe von rund 32 Mrd. Dollar erhalten habe, würden die europäischen Airlines ständig mit neuen Sicherheitsanforderungen belastet, die sie aus eigener Tasche bezahlen müssten. "Wir brauchen dringend eine Übereinkunft zwischen der EU und den USA, das den Rahmen für einen fairen Wettbewerb schafft", sagte Soerensen. Bis jetzt sei nicht genug getan worden, um die gleichen Voraussetzungen herzustellen.

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