Europäische Nebenwertefonds reduzieren ihre Wertverluste
Stahl- und Ölaktien begrenzen Schaden im Portfolio

Rheinmetall und Salzgitter, das sind die Aktientitel, von denen sich Josef Schopf hohe Renditen verspricht. Doch in der Aktienbaisse geht es eher um Schadenbegrenzung: Als Fondsmanager des Lupus Alpha Smaller Euro Champions musste er auf Zwölfmonatssicht per Ende April "nur" einen Wertverlust von 23,69 % hinnehmen. Damit liegt das Produkt der unabhängigen Investmentgesellschaft Lupus Alpha immer noch auf dem neunten Platz unter 93 Aktienfonds für europäische Nebenwerte. Im Schnitt verbuchten die Produkte im April Wertgewinne von 11,39 %.

HB/vwd FRANKFURT/M. Schopf konzentriert sich nach eigener Darstellung auf Eurolandaktien. Zur Rheinmetall-Aktie sagt er: "Sie ist trotz der deutlichen Kurssteigerung in den vergangenen Wochen nach wie vor günstig bewertet." Zudem locke das deutsche Unternehmen, das unter anderem Zulieferer für die Automobilindustrie sei, mit "einem guten Ergebnismomentum" sowie einer attraktiven Dividendenrendite. Die vor drei Jahren eingeleitete Restrukturierung des Unternehmens, das mit gut 4 % zurzeit größte Fondsposition sei, trage Früchte.

Zu seinen weiteren Favoriten rechnet Schopf den deutschen Stahlwert Salzgitter, den österreichischen Erdöl- und Erdgaskonzern OMV sowie den Wasseraufbereiter BWT. Für Salzgitter spreche, dass der Buchwert derzeit rund doppelt so hoch wie sein Börsenwert sei. OMV habe sich mit seinem Tankstellennetz bereits eine starke Position in Osteuropa gesichert. Zudem gelte OMV als Übernahmekandidat. "BWT sollte davon profitieren, dass es eine starke Marktposition im Bereich der privaten und kommunalen Wasseraufbereitung und damit in langfristigen Wachstumssegmenten hat", sagt Schopf.

Insgesamt habe er zurzeit 67 Titel im Portfolio. Dabei handele es sich um eine "gesunde Mischung" aus Aktien von jungen und etablierten Unternehmen. Die Aktienquote der Newcomer sei auf Grund teilweise geringer Liquidität und damit aus Risikogründen auf maximal 15 % des Fondsvermögens begrenzt.

Mit einem Verlust von 52,79 % rangiert der Nordinvest EuropGrowth auf dem viertletzten Platz. "Der Fonds legt ausschließlich in Werte mit hohen Wachstumschancen an. Dadurch schneidet er bei positiver Marktentwicklung überdurchschnittlich und bei schwachen Märkten entsprechend unterdurchschnittlich ab", sagt der Fondsverantwortliche Marc Schädler von der Nordinvest, der Investmentgesellschaft der Vereins und Westbank. -

Zu den attraktiven Werten zählt der Manager nach eigenen Angaben Logitec. Das schweizerische Unternehmen sei zum einen wichtiger Lieferant von Sony im Bereich der Playstations. Zum anderen stelle es Peripheriegeräte für Personal Computer her und vertreibe diese. Zwar sänken die Preise für PC. Der Anteil, den die Peripheriegeräte daran hätten, wachse aber. Davon profitiere Logitec, das mit fast 4 % im Portfolio gewichtet sei.

Als einen weiteren Favoriten nennt Schädler das eidgenössische Unternehmen Micronas, das aktuell mit 7 % im Fonds berücksichtigt sei. Die Firma zähle zu den führenden Lieferanten anwendungsspezifischer Halbleiterlösungen unter anderem im Bereich Kfz-Elektronik, profitiere aber auch bei insgesamt sinkendem Automobilabsatz, da der Anteil der Elektronik im Auto steige. Unter den kleinen Titeln gefalle ihm vor allem der deutsche Ticket-Vermarkter CTS Eventim. "Das Unternehmen ist Marktführer in seinem Bereich und weist einen positiven Cash-Flow auf", lobt der Fondsmanager.

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