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Europäischen Börsen präsentieren sich uneinheitlich

Die europäischen Börsen haben sich am Donnerstag uneinheitlich präsentiert. Zwar habe die Federal Reserve die Zinsen wie erwartet unverändert gelassen. In ihrem begleitenden Kommentar hatte die Notenbank jedoch vor weiteren Inflationsgefahren gewarnt.

Reuters LONDON. Experten hatten damit gerechnet, dass die Währungshüter ihre Einschätzung auf neutral änderten.

Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Mittwoch um 0,9 Prozent auf 3 165,49 Punkte zugelegt. Der Dow Jones hatte mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 10 707,90 Zählern geschlossen. Beide Indizes tendierten im Tagesverlauf jedoch über ihren Schlussständen. Der Dezember-S&P-Futures deutet mit einem Minus von 4,5 Punkten auf 1 392,5 Zähler auf eine leichtere Eröffnung der Wall Street hin. Der Nasdaq-Future lag 51,5 Stellen im Minus.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verlor bis gegen 12.10 Uhr 0,6 Prozent auf 4 856,07 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 1,2 Prozent auf 4 992,09 Punkte nachgab.



BP und Shell stützen in London den Gesamtmarkt

An der Londoner Börse stützen Gewinne bei den Schwergewichten Shell und BP den Gesamtmarkt. Die beiden Titel profitierten von steigenden Rohöl-Preisen und stiegen um 0,3 Prozent auf 584-1/2 Pence beziehungsweise um 0,8 Prozent auf 608 Pence. Der FTSE tendierte 0,6 Prozent höher bei 6 469,2 Punkten.

Händlern zufolge sorge allerdings die US-Präsidentenwahl und die Volatilität der Nasdaq in den vergangenen Tagen für Zurückhaltung der Anleger. Viele Marktteilnehmer zeigten sich zudem enttäuscht, dass die US-Notenbank keinen positiver Kommentar zur Zinsentwicklung abgegeben habe. Die Aktien Astra-Zeneca legten nach den jüngsten Verlusten 1,8 Prozent auf 3233 Pence zu.



Aktien in Zürich tendierten gut behauptet

Die Schweizer Börse präsentierte sich am Donnerstagvormittag gut behauptet. Der SMI tendierte zuletzt 0,3 Prozent fester bei 8 132,7 Zählern. Händler zeigten sich enttäuscht darüber, dass die Börse die guten Vorgaben am Mittwoch nicht umgesetzt habe. Da auch von den US-Präsidentschaftwahlen und der Zinsentscheidung der Fed keine Impulse ausgingen, dürften sich die Kurse bis zur Eröffnung innerhalb enger Grenzen seitwärts bewegen.

Im Rampenlicht stünden Marktbeobachtern zufolge SAirGroup. Die Gerüchte um den Verkauf von Teilen des Unternehmens oder der gesamten Fluggesellschaft ließen das Papier 9,7 Prozent auf 265,00 sfr steigen. Börsendebütant Unique Zurich Airport tendierten nach einem Ausgabepreis von 250 sfr bei 262 sfr.



Enttäuschung über Fed-Kommentar an der Pariser-Börse

In Paris präsentierte sich die Börse nach Aussage von Börsianern aufgrund der Enttäuschung über die jüngsten Aussagen der US-Notenbank leichter. Der CAC40 verlor ein Prozent auf 6 239,57 Punkte. Viele Investoren hätten auf ein ermutigendes Zeichen der Fed gewartet, um die latenten Zinsängste zu beschwichtigen, hieß es. Die technischen Faktoren deuteten Experten zufolge eine bevorstehende Abwärtsbewegung an.

STMicroelectronics büßten 2,7 Prozent auf 52,55 Euro ein und France Telecom 3,1 Prozent auf 112,70 Euro. BNP Paribas litten unterdessen unter einem Quartalsergebnis innerhalb der Erwartungen und gaben 5,8 Prozent auf 92,95 Euro nach.

MAILAND - Börse folgt europäischem Abwärtstrend Die italienischen Aktienwerte sind am Donnerstag dem Trend vieler europäischer Börsen gefolgt. Der Mib30 tendierte 0,6 Prozent im Minus bei 48.456 Zählern. Auch in Mailand waren die Fed-Äußerungen das Hauptthema, sagten Händler. Unter Druck standen die traditionell zinssensitiven Banken. Mediobanca verloren 0,4 Prozent auf 13,70 Euro. Eni litten nach ihren Jahreshoch von 7,05 Euro am Mittwoch unter Gewinnmitnahmen und büßten 0,7 Prozent auf 6,92 Euro ein.

Börse in Madrid im Sog von Telefonica

An der madrilenischen Börse tendierten die Aktienwerte im Sog der Verluste des Börsenriesen Telefonica in negativem Territorium. Der Ibex lag 1,3 Prozent im Minus bei 10 157,1 Zählern. Nach einem Neunmonatsergebnis innerhalb der Erwartungen leide der Telefon-Konzern unter Gewinnmitnahmen, sagten Börsianer. Das Papier gab 1,4 Prozent auf 21,46 Euro ab. Für die kommenden Tage rechneten die Experten mit einem volatilen Handelsverlauf, langfristig gebe es jedoch deutliches Aufwärtspotenzial. Antonio Pena, ein Händler bei Caja Madrid, rechnet mit einem Kursaufschwung, sobald die US-Notenbank ihre Geldpolitik lockere.



US-Wahlen und Fed-Kommentar belasten den AEX

Die niederländischen Aktienwerte wurden am Donnerstag Händlern zufolge von der Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahlen und den jüngsten Aussagen der US-Notenbank belastet. Der AEX tendierte 0,7 Prozent leichter bei 676,48 Punkten.

Die Technologiewerte Philips und ASM Lithography büßten 2,6 Prozent auf 43,06 Euro beziehungsweise 5,2 Prozent auf 26,60 Euro ein. UPC zogen sich nach Quartalszahlen kurfristig in negatives Territorium zurück, legten bis zum frühen Mittag jedoch 0,4 Prozent auf 16,46 Euro zu.



Börse Wien nahezu unverändert

Die österreichischen Aktienwerte tendierten bei geringen Umsätzen praktisch unverändert. Der ATX lag bei 1 109,37 Zählern. Händlern zufolge hielten sich viele Anleger aufgrund des Verfallstages am Terminmarkt am Freitag zurück. Es fehlten außerdem die notwendigen Impulse, um der Börse eine eindeutige Richtung zu geben. Böhler konnten ihr gutes Neunmonatsergebnis und die Aussicht auf einen Rekordabschluss im Gesamtjahr nicht umsetzen und verloren 1,9 Prozent auf 35,85 Euro.



Agfa stützt die Börse Brüssel

In Brüssel präsentierte sich der Bel20 gut behauptet und legte 0,4 Prozent auf 3 133,92 Punkte zu. Das Geschäft verlief Händlern zufolge bei geringen Umsätzen lustlos. Umsatzspitzenreiter waren erneut Agfa-Gevaert, die ihre Gewinne der vorangegangenen Tage ausbauten und um 1,1 Prozent auf 26,95 Euro zulegten.



In Stockholm tendierte Ericcson leichter

An der Stockholmer Börse konnten die Aktien des Börsenschwergewichtes Ericsson von den Presseberichten über einen Auftrag zur Lieferung von Technologie für das UMTS-Mobilfunknetz der Telefonica nicht profitieren und gaben um 0,8 Prozent auf 123,00 skr nach.

Der OMX folgte dem Beispiel und verlor 0,6 Prozent auf 1145,80 Zähler. Händlern zufolge belasteten zusätzlich die jüngsten Äußerungen der US-Notenbank und der ungewisse Ausgang der Präsidentschaftswahlen die Stimmung. Viele Anleger hielten sich daher zurück.

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