Europäischen Zentralbank legt Daten für Juni 2000 vor
Geldmengenwachstum in Euro-Zone auf 5,4 % weiter verlangsamt.

Reuters FRANKFURT. Das Geldmengenwachstum in der Euro-Zone hat sich nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni 2000 auf 5,4 % weiter verlangsamt. Nach den am Freitag von der EZB vorgelegten Daten hatte die Geldmenge M3 im Mai noch um 5,9 % und im April um 6,6 % zugenommen. Im gleitenden Drei-Monats-Durchschnitt April/Juni ging die Wachstumsrate des Geldaggregats auf 6,0 % von noch revidiert 6,4 (von 6,3 %) in der Vorperiode zurück.



Ersten Stellungnahmen von Volkswirten



Andrea Hrnciarova (Zins- und Währungsstrategien bei der Bankgesellschaft Berlin): "Es ist eine Fortsetzung der Bewegung, die sich bereits in den letzten Monaten bei der Jahresrate abgezeichnet hat. Wir hatten mit einer Jahreswachstumsrate für die M3-Geldmenge im Juni in Höhe von 5,8 Prozent gerechnet. Die niedrigere Zahl ist jedoch kein Entwarnungsignal. Denn die bereinigte Monatszahl bleibt kräftigt. Die Marktreaktion dürfte zwar positiv ausfallen, da die meisten auf eine Jahreswachstumsrate von 6,0 Prozent eingestellt waren. Aber an den Gefahren für die Preisstabilität hat sich angesichts der bereinigten Monatszahl nichts verändert."

Ulrich Beckmann (Deutsche Bank, Franfurt): "Das ist überraschend positiv. Wir hatte eine etwas höhere Zahl erwartet, (aber) ich würde aus den Zahlen nicht zuviel Erleichterung lesen."

Steven (Halifax, London): "Das ist ein wenig schwächer als erwartet. Es sollte vor der Sommerpause einige der EZB -(Direktoriumsmitglieder) beruhigen."

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