Europäischer Banken-Kongress in Frankfurt
Prodi: Europa muss mit einer Stimme sprechen

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Präsident der EU-Kommission, Romano Prodi, hat die europäischen Regierungen aufgefordert, stärker zusammenzurücken. Nur wenn Europa mit einer Stimme spreche, könne der Kontinent sowohl politisch als auch ökonomisch eine Rolle als Großmacht spielen. Dies bekräftigte Prodi auf dem 10. Europäischen Banken-Kongress am Freitag in Frankfurt.

Die akute Euroschwäche ist für Prodi nur eine vorübergehende Erscheinung. Für eine Stärkung der gemeinsamen Währung ist nach Ansicht des Kommissions-Präsidenten aber eine stärkere Verzahnung der Haushaltspolitik in Europa notwendig. Europa fehle bislang eine klare und verlässliche Fiskalpolitik.

Mehr Einfluss im IWF gefordert

Dies sei auch für den Erfolg der Europäischen Zentralbank (EZB) notwendig, sagte Prodi. Die Währungshüter benötigten einen kompetenten Ansprechpartner. Die Rolle des Koordinators der nationalen Politiken sowie als Dialogpartner für die Währungshüter könne die EU-Kommission übernehmen, betonte Prodi.

Schließlich forderte er die elf Mitgliedsländer der europäischen Währungsunion auf, künftig im Internationalen Währungsfonds (IWF) ihre Anteile zu bündeln und mit einer Stimme anzutreten. Zusammen kämen sie auf eine noch größere Quote im IWF als die USA. Damit könnte die EU auch entscheidenden Einfluss bei internationalen Finanzfragen ausüben.

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