Europäischer Energiemarkt soll eine Kontrollbehörde bekommen
EU-Kommissarin besteht auf einer Regulierungsbehörde

Reuters BRÜSSEL. EU-Energiekommissarin Loyola de Palacio besteht trotz des Widerstands in Deutschland weiter auf die Einrichtung von Regulierungsbehörden für den Energiemarkt in den EU-Ländern. Die EU-Kommissarin wolle der EU- Kommission am kommenden Dienstag einen entsprechenden Vorschlag zur Abstimmung vorlegen, hieß es am Freitag in Kreisen der EU- Kommission in Brüssel. Einige sich die Kommission auf den Vorschlag, müssten Ministerrat und EU-Parlament noch zustimmen. Doch im Rat sei eine Zustimmung sehr wahrscheinlich, da alle EU- Länder bis auf Deutschland über Regulierungsbehörden verfügten. Zudem werde die EU-Kommissarin vorschlagen, Strom- und Gasmärkte bis 2005 vollständig für den Wettbewerb zu öffnen.

Mit Blick auf die in Deutschland geplanten Verbändevereinbarungen zur Liberalisierung hieß es in den Kreisen, solche Vereinbarungen legten zu wenig Gewicht auf die Interessen der Verbraucher. Zudem sollten die geplanten Liberalisierungsschritte bei Treffen der Regulierungsbehörden der EU-Länder überprüft werden. 14 Länder könnten derzeit Vertreter schicken - nur Deutschland nicht. Zudem seien keine nationalen Einigungen für eine Liberalisierung wichtig, sondern ein gemeinsames Vorgehen in der EU. Der Plan sei keine Kritik an Deutschland, sondern wichtig für eine Marktöffnung in der EU, hatte de Palacio bereits erklärt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%