Europäischer Handel
Euro startet nach Achterbahnfahrt stabil

Reuters FRANKFURT. Nach einer Achterbahnfahrt im Handel in Fernost hat der Euro am Donnerstag stabil und auf mittlerem Niveau in den europäischen Handel eingesetzt. Die Erwartung einer baldigen Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) schaffe dem Euro generell Aufwärtspotenzial, hieß es von Analysten. Die heftigen Kursbewegungen zwischen 0,9177 und 0,9065 $ im Handel in Tokio zeugten jedoch von einer anhaltenden Unsicherheit der Märkte in einer möglichen Phase der Trendumkehr. Gegen 09.00 Uhr MESZ notierte der Euro mit Kursen um 0,9131/35 $ nach 0,9150/55 $ am Vorabend in New York. Der $ notierte zum Yen wenig verändert bei 108,36/39 Yen nach 108,62/70 Yen zum New Yorker Schluss.

Händler sprachen davon, dass sich die Stimmung am Markt hinsichtlich der Euro-Kursetwicklung insgesamt etwas aufgehellt habe. In nächster Zukunft könne der Euro durchaus weiter steigen, sagte ein Händler der City Bank. Gestützt werde die Gemeinschaftswährung vor allem durch die Erwartung einer baldigen weiteren Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB). "Gestützt von den Zinserwartungen wird sich der Euro zum $ vermutlich zunächst stabilisieren. Danach kann er dann einen neuen Anlauf nach oben nehmen", sagte ein Händler.

Bereits zu Beginn des Handels am Donnerstag in Tokio habe es nach einer soliden Aufwärtsbewegung ausgesehen, bevor der Euro zunächst gegen den Yen wieder unter Druck geraten sei. Verkäufe von japanischen Exporteuren und US-Fonds hätten den Euro gedrückt. Die zwischenzeitliche Schwäche zum Yen habe dann auch den Kurs zum $ belastet. Die heftigen Kursbewegungen zeugten von der anhaltenden Unsicherheit der Märkte. Einerseits sehe man Erholungspotenzial für die Gemeinschaftswährung, andererseits herrsche angesichts des weiter bestehenden Abstandes zwischen der europäischen Wirtschaft und der Konjunktur in den den USA Zweifel an einer vollständigen Erholung des Kurses. Allerdings habe der Euro am Donnerstag in Japan auch gezeigt, dass er die Kraft besitze, sich nach einem Absacken wieder zu fangen.

Gegen die japanische Devise kletterte die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich bis auf 100,20 Yen. Danach hätten Korrekturverkäufe eingesetzt, hieß es.

Neben der Erwartung einer Zinserhöhung durch die Zentralbank habe auch die Annahme, dass die hohen Preise bei der Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen zu Euro gegen Dollar-Käufen führen könne, die Gemeinschaftswährung unterstützt, hieß es weiter.

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