Europäischer Luftraum
Hürden für Flugverkehr fallen

Das Europäische Parlament in Straßburg hat den Weg für einen einheitlichen europäischen Luftraum freigemacht. Die 626 Abgeordneten stimmten mit großer Mehrheit für eine Initiative der EU-Kommission, die zivile und militärische Luftüberwachung zu harmonisieren.

sce BRÜSSEL. Ziel des Maßnahmenpaketes ist es, die bislang existierenden 41 "Luftraumblöcke" über Europa zusammenzulegen und die Arbeit der nationalen Flugsicherungsbehörden grenzübergreifend zu koordinieren. Ferner ist geplant, für die Ausbildung der Fluglotsen gemeinsame Lehrpläne zu schaffen und die Kompetenzen der europäischen Luftüberwachungsbehörde Eurocontrol zu erweitern. Das derzeit herrschende Chaos über dem europäischen Himmel führt beispielsweise dazu, dass sich ein Pilot zwischen Brüssel und Rom neun Mal bei nationalen Flugsicherungsbehörden an- und abmelden muss.

Die zuständige stellvertretende EU-Kommissionspräsidentin Loyola de Palacio sprach in Straßburg von einem "aberwitzigen Zustand". 50 % der Verspätungen im zivilen Luftverkehr könnten durch das Projekt eines einheitlichen EU-Luftraumes vermieden werden. Der CDU-Europaabgeordnete Ingo Schmitt erwartet ökologische und wirtschaftliche Vorteile von einem einheitlichen Luftraum. Nach der Harmonisierung der Flugsischerheitssysteme würden 350 000 überflüssige Flugstunden wegfallen. Der steigende Kostendruck werde Airlines zwingen, diese Einsparungen an die Passagiere weiter zu geben. Bis Ende 2002 wollen die Mitgliedstaaten einen gemeinsamen Standpunkt zu dem EU-Vorstoß finden. Ende 2004 sollen die Gesetzesmaßnahmen in Kraft treten.

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