Europäisches Gericht Erster Instanz
EU-Geldstrafe gegen Lysin-Kartell weitgehend bestätigt

Die Unternehmen des so genannten Lysin-Kartells müssen gut 100 Millionen Euro an die EU-Kasse zahlen. Das Europäische Gericht Erster Instanz (EuGeI) bestätigte am Mittwoch weitestgehend eine von der Europäischen Kommission verhängte Strafe.

vwd BRÜSSEL. Diese hatte im Juni 2000 eine Geldbuße von knapp 110 Millionen Euro gegen fünf Unternehmen verhängt, weil sie sich zwischen 1990 und 1995 auf Preise und Absatzmengen für Lysin verständigt hätten. Lysin ist die wichtigste Aminosäure, ein Baustein von Eiweiß, die zu Ernähungszwecken in Tierfuttermittel verwendet wird.

Die Luxemburger Richter senkten die Strafe um 7,3 Millionen Euro, weil die Kommission "mildernde Umstände" nicht ausreichend berücksichtigt habe. Den Löwenanteil der Geldstrafe müssen die japanische Ajinomoto Ltd und die US-Gruppe Archer Daniels Midland Co mit jeweils 47,3 Millionen Euro zahlen, sofern sie den Richterspruch akzeptieren und das Urteil nicht binnen zweier Monate in der nächsten Instanz anfechten.

Ajinomoto hatte nicht gegen die Kommissionsentscheidung geklagt, weil das Unternehmen die EU-Kartelljäger selbst auf das Kartell aufmerksam machte. Für Archer Daniels senkte der EuGeI die Geldstrafe auf knapp 44 Millionen Euro. Der Rest entfällt auf drei weitere Unternehmen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%