Europas Börsen auf Konsolidierungskurs
Atempause im europäischen Börsenhandel

Europas Börsen sind am Dienstag nach einem freundlichen Start gegen Mittag auf einen Konsolidierungskurs eingeschwenkt.

rtr LONDON/PARIS/ZÜRICH. Der DJ Stoxx50-Index gab bis gegen 13.30 Uhr 0,16 Prozent auf 3 662,31 Punkte nach. Händler erklärten, nach der jüngsten, von wachsenden Konjunkturhoffnungen angetrieben Aufwärtstendenz hätten sich Sorgen über eine mögliche Überbewertung von Aktien im Markt bemerkbar gemacht und die Kurse gedrückt. Zudem liessen die amerikanischen Aktien-Futures eine schwächere Tendenz an der Wall Street erwarten. Negativ hervor stachen Pace Micro Technology . Die Titel des im Bereich Equipment für digitales Fernsehen tätigen Unternehmens brachen nach einem vom Markt als enttäuschend bewerteten Ausblick um mehr als die Hälfte ein. Unter Druck standen auch die Titel des Medienkonzerns Vivendi Universal, die im Vorfeld der Ergebnisveröffentlichung von einem Zeitungsbericht belastet wurden.

Die Londoner Börse notierte gehalten. Der FTSE-100-Index lag 0,01 Prozent im Minus bei 5 241,7 Zählern. Für Auftrieb sorgten die Titel der Fluggesellschaft British Airways , die über drei Prozent anzogen. Goldman Sachs hatte die Empfehlung für BA auf "market outperformer" erhöht. Der Gesamtmarkt war neben Gewinnmitnahmen auch von schwächeren US-Futures belastet. Deutliche Einbussen erlitten Hays mit acht Prozent. Zuvor hatte der Dienstleister mitgeteilt, dass sich einzelne Geschäftsbereiche schwächer als erwartet entwickelten. Pace Micro Technology brachen 58 Prozent ein, nachdem das Unternehmen eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das laufende Jahr absetzte.

Belastet von Sorgen um Bilanzpraktiken tendierte die Pariser Börse schwächer. Der CAC-40-Index notierte 0,37 Prozent tiefer bei 4589,55 Zählern. Vivendi verloren 1,4 Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge könnte Vivendi im ersten Quartal 2002 wegen der Umstellung auf US-GAAP eine Goodwill-Abschreibung im Umfang von 14 bis 15 Milliarden Euro vornehmen. Technologiewerte legten nach den jüngsten Aufschlägen eine Atempause ein und notierten mehrheitlich schwächer.

Nach den positiven Vortagen haben die Schweizer Aktien am Dienstag eine Atempause eingelegt. Der SMI-Index war mit minus 0,01 Prozent auf 6 440,0 Zählern praktisch unverändert. Händler sprachen von einem uneinheitlichen und auch trendlosen Geschäft, das auch von Gewinnmitnahmen geprägt sei. Givaudan verloren vor dem Jahresabschluss am Mittwoch 0,7 Prozent. Unter Gewinnmitnahmen litten Holcim , Roche und Zurich . Kudelski wurden von der Gewinnwarnung von Pace Micro Technology belastet und verloren 1,2 Prozent.

Die Börse Amsterdam tendierte leicht fester. Der AEX-Index stieg 0,06 Prozent auf 511,90 Punkte. Händler erklärten, nach den jüngst deutlichen Kursavancen bei Technologiewerten, hätten Gewinnmitnahmen den Sektor belastet. Philips schwächte sich um zwei Prozent ab und ASML gaben 0,5 Prozent nach.

Die Mailänder Börse präsentierte sich unter Führung von Schwergewicht Fiat schwächer. Der Mib-30-Index verlor 0,37 Prozent auf 32 544 Zähler. Fiat ermässigten sich um zwei Prozent. Händler verwiesen auf die Bekanntgabe schwacher Umsatzzahlen für Februar im wichtigsten Markt des grössten italienischen Autobauers. Für etwas Aufhellung sorgten dagegen Bipop-Carire, die fast ein Prozent anzogen.

An der Madrider Börse tendierte der Ibex-35-Index mit minus 0,06 Prozent auf 8326,5 Zähler praktisch unverändert. Abgaben beim Indexschwergewicht Telefonica von über einem Prozent sowie schwächere Bankwerte, die von Gewinnmitnahmen belastet wurden, hätten die Kurse in die Verlustzone gedrückt, hiess es.

Der Stockholmer OMX-Index verlor 0,13 Prozent auf 822,27 Punkte. Unter den Standardwerten sanken ABB 4,5 Prozent. Bei Technologie-Aktien machten sich Gewinnmitnahmen bemerkbar; Ericsson notierten zwei Prozent schwächer und Nokia verloren 1,5 Prozent.

Der Wiener ATX-Index war 0,26 Prozent schwächer bei 1 239,33 Zählern. Auf der Verliererseite fielen Erste Bank auf, die nach den kräftigen Aufschlägen vom Vortag ein Prozent nachgaben.

An der belgischen Börse schwächte sich der Bel-20-Index um 0,55 Prozent auf 2 760,34 Punkte ab. Laut Händlern hätten Verluste bei Finanzwerten den Gesamtmarkt belastet. Dexia fielen drei Prozent und Fortis ermässigten sich um 0,2 Prozent.

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