Europaweit sind bis zu 4 000 Stellen in Gefahr
Opel will die Produktion Deutschland kürzen

Beim angeschlagenen Autohersteller Opel soll die Produktion in Bochum und Eisenach gekürzt werden. Das sieht offenbar der Sanierungsplan "Olympia" vor, dessen Einzelheiten Opel-Chef Carl Peter Forster in der kommenden Woche den Arbeitnehmervertretern des Unternehmens vorlegen wird.

afp/dpa-afx HAMBURG/DETROIT . Wie die Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland" am Donnerstag unter Berufung auf Unternehmenskreise meldete, sind demnach bei der Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) in Europa insgesamt bis zu 4 000 Stellen in Gefahr.

Forster werde Vertretern der europäischen GM-Betriebsräte vom kommenden Dienstag an die Fabriken benennen, in denen Kapazitäten und Arbeitsplätze abgebaut werden, meldete das Blatt weiter. In Eisenach sollen demnach weniger Corsa, dafür mehr Astra gebaut werden. Bochum verliere voraussichtlich eine Schicht in der Astra-Produktion, also rund 50 000 Autos pro Jahr. Noch stärker betroffen sind demnach die GM-Werke in Antwerpen im englischen Ellesmere Port. Mit den Kürzungen könnten bei Opel und GM in Europa den Angaben zufolge bis zu 4 000 Mitarbeiter überflüssig werden.

Durch "Olympia" sollen die Opel-Kapazitäten in Europa wegen hoher Verluste um 15 Prozent zurückgefahren werden, was einen Rückgang der Autoproduktion um etwa 350 000 Fahrzeuge bedeutet. Unternehmen und Betriebsrat hatten sich bereits darauf geeinigt, dabei auf die Schließung ganzer Standorte zu verzichten und Arbeitsplätze sozialverträglich abzubauen. Geplant seien nun Vorruhestands- und Abfindungsangebote.

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GM reduziert Verkaufsprognosen geringfügig

Die Opel-Mutter General Motors Corp hat unterdessen ihre Prognosen für das 4. Quartal 2001 und das kommende Jahr geringfügig zurückgenommen. Die Änderungen infolge der Terroranschläge vom 11. Septemberseien aber "nicht so dramatisch", sagte der GM-Manager Paul Ballew dem "Wall Street Journal".

Die größte Unsicherheit gehe vom Verhalten der Autovermieter aus, sagte Ballew. Der Rückgang des Verkehrs veranlasse die Autovermieter, die Erneuerung ihrer Flotten zu verlangsamen. Bei den Privatkunden gebe es dagegen bereits angesichts der vielen Preisnachlässse eine Rückkehr zum normalen Kaufverhalten. Der Anteil der Leasingfirmen am GM-Absatz liegt bei 12 Prozent.

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