Europaweite Ausschreibung
Bahn sucht Investoren für Instandsetzungswerke

Im Ringen um den Erhalt mehrerer Instandsetzungswerke sucht die Deutsche Bahn AG nun europaweit nach Investoren. Die Standorte Chemnitz, Delitzsch und Zwickau in Sachsen sowie Opladen in Nordrhein-Westfalen wurden EU-weit ausgeschrieben, wie die Bahn am Dienstag in Berlin mitteilte. Potenzielle Erwerber können bis zum 24. Mai ihr Interesse anmelden.

dpa BERLIN. Die Bahn kämpft angesichts eines moderneren Fahrzeugsparks seit längerem mit Überkapazitäten bei der Instandsetzung und wollte ursprünglich acht der 18 Instandsetzungswerke schließen. Dadurch sollten 6000 von 11 500 Arbeitsplätzen wegfallen. Nach Protesten einigten sich Bundesregierung, Gewerkschaft und Management aber im vergangenen August darauf, nach Alternativen für die von der Schließung bedrohten Werke zu suchen. Eine Lösung wurde bisher aber nur für einige Standorte gefunden.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte erst kürzlich die Bahn aufgefordert, den Kompromiss "auf Punkt und Komma" umzusetzen. Es dürfe nicht passieren, dass Produktion aus den Werken abgezogen und so eine Privatisierung unmöglich werde. Die Gewerkschaft Transnet forderte vom Bahnvorstand, für jedes Werk Einzel-Gespräche zu führen.

Bahn-Technik-Vorstand Karl-Friedrich Rausch verwies darauf, dass bei einem Übergang der Werke an Investoren Instandhaltungsaufträge der Bahn mit einer Laufzeit bis Ende 2003 vergeben werden könnten. So würde ein Neuanfang erleichtert. Mit der europaweiten Ausschreibung trete die Bahn in eine entscheidende Phase. Die anstehenden Gespräche konzentrierten sich auf die Investoren, die sich anhand fester Kriterien qualifizieren. Weitere Interessenten seien nach dem 24. Mai laut EU-Recht vom Verfahren ausgeschlossen.

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