Europaweite Gültigkeit
EU-Kommission schlägt neue Regeln für Börsengänge vor

Europäische Unternehmen sollen bei Börsengängen künftig EU-weit neue Regeln beachten. Das sieht ein Vorschlag der Europäischen Kommission für die so genannte Prospekt-Richtlinie vor. Er soll die Vorschriften zur Information der Anleger in der EU harmonisieren.

dpa BRÜSSEL. Demnach sollen die Prospekte für einen Börsengang in der Regel im Herkunftsland des Unternehmens zugelassen werden und dann EU-weit gültig sein.

Die geplanten Vorschriften unterscheiden zwischen Wertpapieren, die sich speziell an Großanleger richten und solchen für Kleinaktionäre. Bei letzteren soll die Informationspflicht schärfer gefasst werden, erläuterten EU-Beamte.

Auch würden kleinere und mittlere Unternehmen vereinfachte Vorgaben bekommen, um sich an der Börse mit Kapital zu versorgen. Wenn eine Behörde nicht binnen 15 Werktagen auf den Antrag eines Unternehmens reagiert, soll der Emittent sich an ein anderes EU-Land wenden dürfen.

Die Zulassung eines Unternehmens an einer Börse bleibt von der Richtlinie aber unberührt. "Das ist ein rein vertraglicher Aspekt, den wir nicht regeln werden", sagte ein EU-Fachmann. Auch an der Pflicht von Aktiengesellschaften zu regelmäßigen Berichten ändere sich nichts.

Diese Dinge würden unverändert mit einer Richtlinie aus dem Jahr 1979 geregelt. Kritik der Finanzbranche und aus dem Europa-Parlament an ihrem ursprünglichen Vorschlag zur Prospekt-Richtlinie hat die Brüsseler Behörde nach eigenen Angaben in ihrem neuen Vorschlag berücksichtigt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%