European Banking Technologie Fair 2000
Messe für Banktechnologie in Frankfurt eröffnet

Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten des E-Business und des Mobile Banking: 117 Aussteller präsentieren Lösungen für den E-Commerce, 56 befassen sich mit dem Thema mobile Finanzgeschäfte.

HB FRANKFURT. In Frankfurt hat am Dienstag mit einer neuen Rekordbeteiligung die European Banking Technologie Fair 2000 begonnen. Rund 430 Aussteller aus 16 Nationen zeigen bei der dritten Auflage der europäischen Leitmesse für Bankentechnologie drei Tage lang auf 30 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche die neuesten Trends, die auf die Finanzbranche zukommen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Möglichkeiten des E-Business und des Mobile Banking: 117 Aussteller präsentieren Lösungen für den E-Commerce, 56 befassen sich mit dem Thema mobile Finanzgeschäfte.Die gezeigten Produkte reichen von Softwarelösungen für den Back-Office-Bereich über Hardware- und Sicherheits-Lösungen, bis hin zu kompletten E-Business-Plattformen und Anwendungstools für den Endkunden.

Die Multichart GmbH, Spezialist für Börseninformationssysteme, stellt zum Beispiel ein weiter entwickeltes Börseninformationssystem per "Short Message System" (SMS) vor. Dabei können Aktien-Anleger Tageszeiten definieren zu denen Aktien- und Fond-Informationen auf das Handy geschickt werden sollen. Zudem präsentiert das Unternehmen auf der Messe die nach eigenen Angaben erste Anwendung für die neue GPRS-Mobilfunktechnik: In einem selbst zu wählenden Zeitabstand aktualisiert bekommt der Anwender Realtimekurse und aktuelle Charts auf sein Handy gesendet. Obwohl der Kunde den ganzen Tag online ist, muss nur für die tatsächlich übermittelten Inhalte zahlen.

Neu ist auch eine Software der Firma Unisys, die Banken bei der Bekämpfung von Geldwäsche helfen soll. Sie archiviert Kunden- und Transaktionsprofile, gleicht sie mit neuen Transaktionen ab und generiert so eine Abbildung etwa darüber, in welche Ländern in welchen Zeitabständen und über welche Wege welche Summen gehen. Highlight auf dem Stand der Datadesign AG ist der "Finance Contractor". Er macht rechtsgültige Vertragsabschlüsse im Internet unter Verwendung einer digitalen Signatur möglich.

Im Hardwarebereich stellt Samsung den weltweit ersten 24-Zoll-TFT-Flachbildschirm vor, während Microsoft gemeinsam mit Compaq mit dem Pocket PC die jüngste, weiter aufgerüstete Generation der Windows CE-Geräte präsentiert.

Große Aufmerksamkeit gilt auf der Messe auch dem indischen Pavillon. Erstmals sind zehn der führenden Systemhäuser aus dem auf internationale Expansion setzenden jungen Mutterland der Informations- und Kommunikationstechnologie in Frankfurt mit Spezialisten für das Telefon-, Internet- und Mobile-Banking vertreten und stellen Lösungen für das Retailgeschäft und Investmentbanking, Bankautomation, Back-Office-Prozesse und Customer Relationship Management vor. Der Projektleiter des Pavillons, Sujit Subramanian, erhofft sich durch die Messe den Eintritt in den nicht zuletzt durch die Umstellung auf den Euro boomenden europäischen Markt. Die Ziele der Inder sind entsprechend hoch gesteckt: Exportierte das Land 1998/99 noch Computer-Software und-Services im Wert von 2,6 Mrd. $, soll diese Zahl bis 2001/02 vervierfacht werden.

Marc Renner  Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Marc Renner
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