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Eurowings legt im Kerngeschäft und mit Billigtochter Germanwings zu

Die Regionalfluggesellschaft hat die Luftfahrtkrise im vergangenen Geschäftsjahr vergleichsweise gut gemeistert.

ebe DÜSSELDORF. Die Regionalfluggesellschaft Eurowings AG hat die Luftfahrtkrise im vergangenen Geschäftsjahr vergleichsweise gut gemeistert: Das operative Ergebnis lag nach einem leichten Verlust im Vorjahr wieder mit 12,8 Mill. Euro im Plus, teilte das Unternehmen gestern auf seiner Bilanz-Pressekonferenz mit. Vorstandschef Friedrich-Wilhelm Weitholz sieht allerdings keine Anzeichen der Entspannung - im Gegenteil. Ohne "nachhaltige Maßnahmen zur weiteren Kostensenkung" werde Eurowings ein ähnlich positives Ergebnis in diesem Jahr nicht wieder schaffen. Weitholz verwies dabei vor allem auf das schwache Geschäft der Deutschen Lufthansa, die mit 24,9 % an Eurowings beteiligt ist. Der hohe Quartalsverlust der Lufthansa von 415 Mill. Euro sei auch für die Regionalfluglinie alarmierend. "Als enger Lufthansa-Partner hat die Entwicklung direkte Auswirkungen auf unseren Geschäftsverlauf", warnte Weitholz. Eurowings will statt der geplanten 30 Mill. Euro im laufenden Jahr nun 40 Mill. Euro einsparen.

Neben dem geringeren Passagieraufkommen im Regionalverkehr macht dem Unternehmen in erster Linie der Preisrutsch zu schaffen. Das spürt auch die im Oktober 2002 gegründete Billigflug-Tochter Germanwings. Mit dem Verkauf von mehr als 1,5 Mill. Tickets nach sieben Monaten ist sie zwar erfolgreich gestartet. Doch die Vielzahl an Mitbewerbern wie Hapag Express, -Lloyd Air Berlin, Deutsche BA, Ryanair oder neuerdings Germania Express hat zu einem Preiswettbewerb ungeahnten Ausmaßes geführt. Verglichen mit dem Ansturm in Deutschland sei "das, was vor Jahren in England mit Ryanair, Easyjet, Go und Buzz passierte, geradezu niedlich", sagte Weitholz. Er hat schon oft vor "gewaltigen Überkapazitäten" im deutschen Billigflugmarkt gewarnt.

Der Umsatzanstieg von 27 % auf 584 Mill. Euro führt Eurowings jedoch nicht allein auf Billigtickets zurück. Auch das Kerngeschäft Regionalflug wuchs zweistellig, weil Eurowings mit seinen kleineren Maschinen viele Kurz- und Mittelstrecken des Partners Lufthansa übernahm.

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