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EVCA Benchmark-Studie: steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen in Europa im Bereich Private Equity

Die European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) veröffentlichte am 24. 5. 2004 ...

Die European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) veröffentlichte am 24. 5. 2004 ihre zweite Studie zu den steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Private Equity/Venture Capital, Unternehmertum und Wettbewerbsfähigkeit in den Ländern der EU.
Neben 19 der 25 EU-Mitgliedstaaten berücksichtigt die Studie auch Norwegen und die Schweiz. Von den neuen Beitrittsstaaten vertreten sind die Tschechische Republik, Ungarn, Polen und die Slowakische Republik. Bewertet werden 13 Indikatoren, die Anbieter (z.B. Investoren in Private Equity- und Venture Capital-Fonds; Fondsmanager, die direkt in Unternehmen investieren) und Nachfrager von Private Equity und Venture Capital (z.B. Unternehmer, die Beteiligungskapital erhalten) bei ihren Entscheidungen beeinflussen.
Die Einschränkungen und die Vielfalt der steuerlichen und rechtlichen Systeme innerhalb der EU hemmen die Entwicklung von Private Equity und Venture Captial und limitieren die für europäische Unternehmen verfügbaren Fonds.
Auf Länderebene beeinträchtigen zahlreiche steuerliche und rechtliche Einschränkungen weiterhin das Fundraising für Private Equity- und Venture Capital-Fonds sowie für Investitionen, die von diesen Fonds in europäische Unternehmen getätigt werden.
Auf EU-Ebene erschweren erhebliche Diskrepanzen zwischen den Ländern eine verstärkte grenzübergreifende Tätigkeit. Das führt zu einer verlangsamten Entwicklung hin zu einem unternehmerfreundlicheren und wettbewerbsfähigeren Klima in Europa. Die EVCA-Zahlen für den Beteiligungsmarkt 2003 in Europa zeigen, dass grenzübergreifende Investitionen zwar von 9,9 % in 2002 auf 13,2 % im vergangenen Jahr zugenommen haben. Der Hauptteil der Investitionen (82,2%) wird aber weiterhin innerhalb des Landes getätigt, wo die investierende Beteiligungsgesellschaft ihren Sitz hat.
EVCA möchte mit diesem Vergleich der steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen von 21 europäischen Ländern Politiker auf Länder- und Europaebene dazu motivieren, derzeitige Best Practices zu bewerten und Maßnahmen anzustoßen, die sich insbesondere im Zusammenhang mit der Erreichung der Ziele des Vertrags von Lissabon als notwendig erweisen.
Die Ergebnisse im Überblick: Großbritannien (1,26), Luxemburg (1,49) und Irland (1,53) haben die besten Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Private Equity- und Venture Capital-Industrie. Griechenland (1,75), Niederlande (1,76), Portugal (1,81) und Belgien (1,82) schließen sich als nächste Gruppe an. Leicht über dem Durchschnitt bewegten sich Italien, Ungarn, Frankreich, die Schweiz und Spanien mit Bewertungen zwischen 1,86 und 1,96. Unterhalb des Gesamtdurchschnitts von 1,97 liegen Norwegen, Schweden, die Tschechische Republik und Polen mit Ergebnissen zwischen 2,04 und 2,13. Finnland, Deutschland, Österreich, Dänemark und die Slowakische Republik bilden das Schlusslicht und bieten mit Bewertungen zwischen 2,30 und 2,49 die schlechtesten Rahmenbedingungen für Private Equity und Venture Capital.
Die Studie ist abrufbar unter: http://www.evca.com/images/attachments/tmpl_13_art_50_att_581.pdf Eine Tabelle mit den Ergebnissen der einzelnen Länder ist abrufbar unter: http://www.finanz-betrieb.de/pdf/pe_Steuerrahmenbedingungen.pdf

Quelle: FINANZ BETRIEB, 28.05.2004

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