Eventuell Bewährungsstrafe für Mitarbeiter
Andersen kann auf milde Strafe hoffen

Das US-Justice Department zieht im Fall der US-amerikanischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen LLP eine Einigung in Betracht.

HB WASHINGTON. Das US-Justice Department zieht im Fall der US-amerikanischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen LLP eine Einigung in Betracht. Diese könnte in einer Art Bewährungsstrafe bestehen. Voraussetzung dafür ist, dass Andersen in irgendeiner Form offiziell zugibt, dass seine Mitarbeiter im Bilanzierungsfall Enron illegal Dokumente vernichtet haben, wie ein Vertreter des Ministeriums sagte.

Ein Andersen-Partner signalisierte, dass die Gesellschaft möglicherweise auf diesen Vorschlag eingehen werde. Jedoch nur unter der Bedingung, dass das Unternehmen sich vor Gericht nicht schuldig bekennen müsse, da dann der Versicherungsschutz für Andersen erlöschen könnte. Bislang forderte das Justizministerium unnachgiebig eine strafrechtliche Verurteilung.

Andersen hat bislang bestritten, außer der unsachgemäßen Prüfung der Enron-Bilanzen Fehler begangen zu haben. Die angekündigte Einigung könnte den Wendepunkt in dem schon monatelang andauernden Verfahren um eine der fünf größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften darstellen. Doch für die Rettung des angeschlagenen Konzerns ist es vielleicht schon zu spät: Andersen hat zahlreiche hochrangige Kunden verloren. Außerdem sollen informierten Kreisen zu Folge zwischen 5 000 und 7 000 Mitarbeiter entlassen werden.

Quelle: Wall Street Journal

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