Eventuell gemeinsame Aktivitäten mit Liberty
Murdoch droht mit Rückzug aus Premiere World

Murdoch wolle seinen Anteil von 22 % nur halten, wenn bis Oktober 2002 die Abonnentenzahl gesteigert werden könne. Diese liegt laut "Focus" derzeit bei schätzungsweise 2,4 Millionen.

ap MÜNCHEN. Murdoch war im Sommer 1999 bei Premiere World eingestiegen. "Sollten sich die jetzigen Probleme als unlösbar erweisen, werden wir unsere Anteile an Herrn Kirch zurückgeben", sagte Murdoch dem Magazin zufolge in der vergangenen Woche in London. Er halte es für möglich, zusammen mit dem Kabelkonzern Liberty Media auf dem deutschen Fernsehmarkt aktiv zu werden. Das US-Unternehmen hatte kürzlich einen Großteil der Telekom-Kabelnetze in Deutschland gekauft.

Kirch-Gruppe: Murdoch-Ausstieg reine Spekulation

Ein Sprecher der Kirch-Gruppe sagte am Sonntag dazu, die Frage ob Murdoch aussteige, sei reine Spekulation. "Es ist seit langem bekannt, dass Herr Murdoch eine Ausstiegsoption für Oktober 2002 hat." Daran habe sich nichts geändert. Natürlich werde er seine Entscheidung von der weiteren Entwicklung der Geschäfte bei Premiere World abhängig machen, sagte der Sprecher.

Die Mehrheit an KirchPayTV hält mit 69,75 % die Kirch Holding GmbH, 22 % entfallen auf BSkyB Germany, einem Tochterunternehmen der britischen Pay-TV-Gruppe von Murdoch.

Murdoch hält es laut "Focus" für "durchaus möglich", dass er mit dem Kabelkonzern Liberty Media auf dem deutschen Fernsehmarkt aktiv werde. Liberty habe deshalb um einen Gesprächstermin gebeten. Das US-Unternehmen hatte im September einen Großteil der Telekom-Kabelnetze mit Zugang zu zehn Mill. Kunden gekauft.

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