Ewald scheitert schon im ersten Lauf
Mit „Atomos“ der Medaille entgegen

Die Arbeit hat sich gelohnt: Sunnyboy Thomas Schmidt ist bei seinem ersten Olympia-Auftritt in seinem selbst konstruierten Kajak "Atomos" souverän durch die Wellen des Slalom-Kurses geschwommen. Dass er dabei am Ende sogar Gas rausnahm, lässt für den weiteren Wettkampf den großen Wurf erhoffen.

HB ATHEN. Nach dem kleinen Pokerspiel reichte es für den Sieger von Sydney zum dritten Vorkampf-Platz, der den Vorteil mit sich bringt, im Halbfinale nicht als Letzter starten zu müssen. Tags zuvor war Jennifer Bongardt (Köln) genau mit diesem Druck nicht fertig geworden. Die Last des Favoriten trägt nun der Schweizer Michael Kurt, während auch der zweitplatzierte Brite Campbell Walsh nicht das letzte Risiko ging.

"Das hat heute schon ganz gut gepasst. Morgen wird es aber knallhart. Der Kreis der Favoriten ist ganz schön groß: Mindestens fünf können gewinnen", meinte der 28-jährige Bad Kreuznacher, nachdem auch andere Topleute die Qualifikation ruhiger angingen. "Er hat seinen guten Leistungsstand nachgewiesen. Jetzt gehört am Freitag auch ein bisschen Glück dazu", meinte Trainer Mirco Kümper und fügte hinzu: "Thomas wird definitiv nicht an seinen Nerven scheitern".

Weniger glücklich war der Coach über seinen Schützling Jens Ewald, der schon im ersten Lauf alle Halbfinal-Hoffnungen begraben musste. "Als Kommentar reicht wohl ein Wort", meinte der 21-jährige Olympia- Neuling aus Schwerte, hielt sich aber mit Kraftausdrücken zurück. Er war im ersten Durchgang am letzten Tor vorbeigefahren und so über den 25. und letzten Platz nicht hinausgekommen.

Obwohl auch die beiden mitfavorisierten Canadier-Duos nicht fehlerfrei über den 270 m langen Salzwasser-Parcours kamen, erreichten sie dennoch sicher das Halbfinale. "Unser Spruch heißt: Impossible is nothing", sagte Marcus Becker, der sich wie sein Weltmeister-Partner Stefan Henze ein wenig über den holprigen ersten Lauf ärgerte, wodurch es am Ende nur zu Rang fünf reichte. "Zwei Läufe für vier Jahre, das ist die Devise für den Freitag", fügte er hinzu.

"Wir sind schon schlimmere Qualis gefahren und haben dann im Finale eine Medaille gemacht", witzelte Christian Bahmann, der mit seinem Kreuznacher Partner Michael Senft Platz neun belegte. Für beide ist das Ziel gleichfalls eine Medaille. Den Endkampf der Canadier-Zweier erreichen nur die besten sechs der zehn Halbfinal- Teilnehmer.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%