Ex-9live-Chefin zu Salm steigt ein: Internet-Startup soll drahtlose Internetzugänge pushen

Ex-9live-Chefin zu Salm steigt ein
Internet-Startup soll drahtlose Internetzugänge pushen

Die Internetfirmen Google und Skype wollen mit einer neuen Idee drahtlose Internetzugänge in großem Maßstab weltweit verfügbar machen. Dafür sind sie gemeinsam mit den Risikokapitalgebern Sequoia Capital und Index Ventures bei der neugegründeten Fon mit Hauptsitz in Spanien eingestiegen.

dpa MÜNCHEN. Zur Aufsichtsratschefin in Deutschland wurde die ehemalige Chefin des Mitmachsenders 9live, Christiane zu Salm, gekürt. "Wir erwarten eine Million Hotspot-Nutzer bis 2010 und werden damit die größte kabellose Netzzugangsgemeinde weltweit sein", sagte zu Salm am Dienstag der dpa in München.

Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" investieren die beteiligten Unternehmen 18 Mill. Euro in das Unternehmen. Das Prinzip der vor drei Monaten von Martin Varsavsky gegründeten Fon basiert auf der gemeinschaftlichen Nutzung von Funkzugängen fürs Internet. Binnen eines Tages nach Bekanntgabe des Einstiegs von Google und Skype habe sich die Zahl der registrierten Nutzer auf 6 000 etwa verdoppelt, sagte zu Salm. Bis zum Ende dieses Jahres rechnet Fon mit rund 50 000 registrierten Nutzern.

Die Geschäftschancen für Fon beruhten auf den unterschiedlichen Nutzungsmodellen, sagte zu Salm: Beim ersten Modell stelle der User seine Software für den drahtlosen Internet-Zugang kostenlos zur Verfügung und dürfe sich dafür selbst auch kostenlos bei Anderen einklinken. Im zweiten Fall stellen Nutzer ihren DSL-Anschluss gegen Geld zur Verfügung. Beim dritten Modell geht es um Nutzer, die nicht über eigene Zugänge verfügen und sich gegen Geld bei anderen einwählen möchten. In beiden Fällen möchte Fon finanziell partizipieren. Man gehe davon aus, dass sich alle drei Nutzungsmodelle in einem ausgewogenen Verhältnis etablierten, sagte zu Salm. Prognosen zu Umsätzen könne sie aber nicht abgeben. Zu Salm soll für Fon in Deutschland nun ein Management-Team aufbauen. Geplant sei dafür die Gründung einer Aktiengesellschaft, sagte die Medienmanagerin.

Mark Main vom Marktforscher Ovum zeigte sich in dem Zeitungsbericht allerdings skeptisch, ob die Idee funktionieren wird. "In der Theorie klingt es fantastisch, aber die technischen Hürden sind hoch." Damit ein Privatnutzer seine Basisstation für die Fon- Nutzergemeinde freischalten könne, müsse zunächst neue Software installiert werden. "Und dann haben Sie keine Ahnung, wer über Ihren Hotspot surft. Was ist, wenn jemand etwas Illegales macht? Die Rechtslage ist unklar", sagte Main.

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