Ex-Chef Waksal wegen Verdacht auf Insider-Geschäften vor Gericht
Imclone weitet überraschend Verluste aus

Der US-Biotechnologiekonzern Imclone Systems hat im zweiten Quartal unter anderem wegen höherer Forschungs- und Verwaltungsausgaben entgegen der Analystenprognosen seinen Netto-Verlust ausgeweitet.

Reuters NEW YORK. Der Fehlbetrag sei auf 43,1 (Vorjahr 29,5) Mill. $ oder 0,59 (0,44) $ je Aktie gestiegen, teilte das Unternehmen, dessen früherer Chef Samuel Waksal derzeit unter anderem wegen Wertpapierbetrugs und Insidergeschäften vor Gericht steht, am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Von Thomson Financial First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust je Aktie von 0,41 $ gerechnet.

Der Umsatz stieg auf 11,6 (3,9) Mill. $. Dies führte der Konzern darauf zurück, dass Imclone von seinen Partnern Bristol-Myers Squibb und dem Darmstädter Pharmakonzern Merck KGaA höhere Lizenz-Zahlungen für die Entwicklung des Krebs-Medikaments Erbitux erhalten habe.

Imclone teilte weiter mit, das Unternehmen habe mittlerweile gegen Samuel Waksal wegen Justizbehinderung Klage eingereicht. Waksal war im Mai angesichts von Vorwürfen zu Insider-Geschäften als Imclone-Chef zurückgetreten. Der Konzern fordere nun die damals an ihn gezahlte Abfindung von sieben Mill. $ zurück, hieß es weiter. Diese Abfindung habe das Konzern-Ergebnis des abgelaufenen Quartals zusätzlich belastet.

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