Ex-KPN-Chef geht auf eigenen Wunsch
Smits verlässt endgültig KPN-Verwaltungsrat

Paul Smits (56), der bis November vorigen Jahres 15 Monate lang Verwaltungsratsvorsitzender des niederländischen Telekomkonzerns KPN war, verlässt im November auf eigenen Wunsch endgültig den Konzern.

dpa/HB DEN HAAG. Dies hat das Unternehmen am Dienstagabend mitgeteilt. Was er in Zukunft machen wird, blieb unbekannt.

Im KPN-Verwaltungsrat war Smits zuletzt für den Mobilfunk zuständig. Diese Zuständigkeit wird der Nachfolger von Smits an der Spitze des Verwaltungsrats, Ad Scheepbouwer, zunächst mit übernehmen. Smits war wegen der hohen Verschuldung des Konzerns im vorigen Jahr von der Chefposition abgetreten, aber im Verwaltungsrat geblieben. Fusionsversuche des finanziell angeschlagenen niederländischen Konzerns mit der spanischen Gesellschaft Telefónica und mit Belgacom in Belgien waren zuvor missglückt. KPN hatte sich durch den Kauf des deutschen Mobilfunkunternehmens E-Plus und den Erwerb teurer UMTS-Lizenzen in Deutschland, Belgien, Großbritannien und den Niederlanden existenzgefährdend verschuldet.

KPN hat nach dem Abbau von Stellen und anderen Einsparungen vor wenigen Tagen den aktuellen Schuldenstand mit 15 Milliarden Euro beziffert. Im zweiten Quartal 2002 hat das Unternehmen einen Verlust von 9,27 Milliarden Euro ausgewiesen, vor allem als Folge von Abschreibungen auf E-Plus und eine Beteiligung in Großbritannien.

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