Ex-Monopolist soll Interconnection-Tarife senken
US-Firmen erhöhen Druck auf NTT und japanische Regierung

Über die Preise, die der Telekomkonzern NTT Mitnutzern seines Netzes abverlangen kann, ist kurz vor dem G8-Gipfeltreffen ein Streit entbrannt.

afp TOKIO. Anderthalb Wochen vor dem Gipfeltreffen der G-8-Staaten auf der südjapanischen Insel Okinawa haben Spitzenvertreter von Firmen aus den USA und Japan auf eine Senkung der japanischen Telefontarife gedrungen. Die so genannten Interconnection-Gebühren des Ex-Monopolisten Nippon Telegraph and Telephone Corp. (NTT) sollten umfassend und rasch gesenkt werden, hieß es in der Abschlusserklärung eines am Dienstag beendeten dreitägigen Treffens. Der Streit solle vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industriestaaten und Russlands vom 21. bis 23. Juli beendet werden.
Der Chef des US-Telekomkonzerns AT&T, Michael Armstrong, forderte von den Regierungen in Tokio und Washington eine schnelle Lösung. Armstrong traf am Montag mit NTT-Chef Junichiro Miyazu zusammen, um über die Gebühren zu beraten.

USA erwägen Klage vor Welthandelsorganisation

die Interconnection-Tarife, die NTT seinen Konkurrenten für die Mitnutzung seines Netzes abverlangt, verhandeln USA und Japan bereits seit Längerem. In den offiziellen Gesprächen schlugen die japanischen Unterhändler eine 22,5-prozentige Senkung innerhalb von vier Jahren vor. Die USA fordern dagegen einen 40-prozentigen Nachlass innerhalb von zwei Jahren; sie drohen zudem, Japan wegen des Streits vor die Welthandelsorganisation WTO zu bringen, Japanischen Presseberichten zufolge will die mächtige Liberaldeokratische Partei in Tokio als Kompromiss eine 22,5-prozentige Senkung in drei Jahren.

In der gemeinsamen Erklärung der Firmenvertreter vom Dienstag heißt es, billigere Telefonkosten brächten die Entwicklung der Informationstechnik voran. Zudem böten sie bedeutende Vorteile für Volkswirtschaften in Japan und anderen Staaten sowie für Firmen und Verbraucher.

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