Ex-Rebellen in Koalition
Neue Regierung in Mazedonien

Die mazedonische Sozialdemokratische Union (SDSM) hat sich mit der Partei des früheren albanischen Rebellenführers Ali Ahmeti auf eine gemeinsame Regierung geeinigt.

HB/dpa SKOPJE. Einen Monat nach dem Sieg der Opposition bei den Parlamentswahlen schien damit am Freitag der Weg für eine Übernahme der Regierungsmacht frei. Ahmetis Demokratische Union für Integration (BDI) solle in einem Kompromiss vier Ministerposten erhalten, teilten Vertreter beider Parteien am Freitag in Skopje und Tetovo mit.

Zehn Ministerposten gehen an das von den Sozialdemokraten geführte Parteienbündnis "Gemeinsam für Mazedonien", das bei den Wahlen 60 der 120 Parlamentssitze bekommen hatte. Ahmetis BDI soll das Justizministerium, das Transport- und Kommunikationsministerium und die Ministerien für Bildung und für Gesundheit bekommen. Zudem stellt die Albaner-Partei einen Stellvertreter des künftigen Ministerpräsidenten Branko Crvenkovski (SDSM) und erhält zwei Sitze im Nationalen Sicherheitsrat. Dies war eine Bedingung der BDI.

Die Albaner-Rebellen der "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK), die Ahmeti politisch geführt hatte, lieferten sich im vergangenen Jahr monatelang kriegsähnliche Kämpfe mit Regierungstruppen Skopjes, bevor ein Friedensplan vereinbart wurde. Dazu gehörte auch die Parlamentswahl. Das nationalistische "Kopf-hoch"-Bündnis der bisher regierenden VMRO-DPMNO erhielt nur noch 33 Mandate.

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