Existenz bis Juli gesichert
Drei Firmen an Herlitz interessiert

Der Insolvenzverwalter der Herlitz AG, Peter Leonhardt, will den Büro- und Schreibwarenhersteller als ganzes verkaufen. Als Interessenten hätten sich dafür zwei "europäische Firmen aus der Branche" sowie eine deutsche "Finanzgruppe" gemeldet.

va BERLIN. Dank des von den Banken bewilligten Massekredits sei die Existenz der Firma noch bis mindestens Juli gesichert.

Für einen Verkauf sei es noch zu früh. Leonhardt sieht es als vorrangiges Ziel an, Herlitz von seinen Altlasten zu befreien. Bis Ende Mai will er einen Insolvenzplan erstellt haben, auf dessen Basis Herlitz wieder profitabel arbeiten kann. Über den Plan sollen die Gläubiger bis Ende Juli abgestimmt haben.

Dabei müssen sie auch über die Höhe des Forderungsverzichts entscheiden, der bei mindestens 100 Mill. Euro liegen dürfte. Denn Herlitz belasten Schulden von über 400 Mill. Euro, davon rund 300 Mill. Euro an Banken.

Verfehlte Immobiliengeschäfte und ein überdimensioniertes Logistik-Lager haben Herlitz in die Pleite getrieben, das mittlerweile zu 70 % einem Bankenkonsortium gehört. Darin waren sich dem Vernehmen nach bisher besonders die Deutsche Bank und die HypoVereinsbank uneinig über das weitere Vorgehen. Leonhardt sagte gestern, die Deutsche Bank sei nicht mehr Konsortialführer, sondern die HypoVereinsbank, der größte Gläubiger.

Insbesondere wegen der Altlasten rechnet Herlitz bisher für 2002 mit einem Verlust von 23,7Mill. Euro. Das operative Geschäft ist Leonhardt zufolge gesund, das zeigten auch die jüngsten Quartalsergebnisse. Bisher seien keine Kunden von Herlitz abgesprungen, die "Produktion läuft reibungslos weiter".

Quelle: Handelsblatt

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