Exklusivrechte für Pay-TV-Sender nicht haltbar
Kirch droht nach Vertragspanne Millionenverlust

Beim Verkauf der Fernsehrechte für die Fußballweltmeisterschaft drohen der angeschlagenen Kirch-Gruppe angeblich Ausfälle in Millionenhöhe.

wiwo/ap MÜNCHEN. Die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtete am Mittwoch, eine Unternehmens-Sprecherin habe eingeräumt, dass es beim Vertragabschluss mit dem spanischen Pay-TV-Sender Via Digital zu einer Panne gekommen sei.

Wie die Zeitung berichtete, hatte Kirch die exklusiven Senderechte für Spanien an den Sender verkauft, dabei aber übersehen oder ignoriert, dass sich auf der iberischen Halbinsel ausländische Sender wie ARD oder ZDF via Satellit ohne Gebühren empfangen lassen. Die vereinbarte Exklusivitätsgarantie für die TV-Übertragung der WM sei deshalb nicht einzuhalten. Kirch strebe nun offenbar einen Preisnachlass für den spanischen Sender an. Der Zeitung zufolge schätzen Branchenexperten in Deutschland und Spanien den Verlust auf 15 bis 50 Mill. Euro.

Kirch-Sprecher Hartmut Schultz sagte auf Anfrage, die Darstellung der "Zeit" sei lediglich eine Interpretation von Unternehmensaussagen. Die genannten Zahlen seien aber "sicher nicht richtig", fügte er hinzu. Er bestätigte zwar Verhandlungen mit dem spanischen Sender, wollte deren Inhalt aber nicht kommentieren. Die Kirch-Gruppe stehe jedoch zu den Vereinbarungen mit ARD und ZDF für eine uneingeschränkte Ausstrahlung ihrer Satellitenprogramme.

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