Expansion ins deutschsprachige Ausland geplant
Kirch will im Print-Markt mitmischen

Der Münchner Medienunternehmer Leo Kirch erwartet eine Welle von Fusionen bei den deutschsprachigen Tageszeitungen und möchte dabei über seine Beteiligung am Axel Springer Verlag mitmischen.

afp FRANKFURT/MAIN. Er wolle mit Springer "an der Konsolidierung des Zeitungsmarktes beteiligt sein und aus Fallholz Bauholz machen", sagte der selbst medienscheue Kirch der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). Einem vorab in Auszügen veröffentlichten Text zufolge war es Kirchs erstes Interview seit vier Jahren.

Zunächst wird es nach Einschätzung des 75-jährigen Milliardärs eine Konzentration unter den Regionalblättern in Deutschland geben; Grund seien wegbrechende Anzeigenerlöse und eine abnehmende Lesebereitschaft der Bevölkerung. Die weitere Expansion der Gruppe soll dem Vernehmen nach dann andere deutschsprachige Länder einbeziehen. "Hier gibt es noch genügend unbesetzte Räume, die andere nicht sehen und die ich füllen will", betonte Kirch. Am Axel Springer Verlag mit den Zugpferden "Bild" und "Welt" hält seine Gruppe 40 Prozent.

Zur Zukunft seines Bezahl-Fernsehsenders PremiereWorld zeigte sich Kirch in dem Interview zuversichtlich: "Die Individualisierung der Mediennutzung über Satellit und Breitbandkabel ist das große Thema der kommenden Jahre", sagte der Unternehmer der "FAZ". Angaben aus den Firmen zufolge ist PremiereWorld auch Jahre nach dem Start von Pay-TV in Deutschland noch weit entfernt von den für einen wirtschaftlichen Betrieb nötigen Abonnentenzahlen. Branchenkenner verweisen auf das im europäischen Vergleich breite Angebot an frei empfangbaren, öffentlich-rechtlichen oder rein werbefinanzierten Sendern in der Bundesrepublik.

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