Experte fordert Abschreibung
"Wertkorrektur für UMTS-Lizenz der Telekom nötig"

Ein bekannter Telekommunikationsexperte hat eine deutliche Wertberichtigung der deutschen UMTS-Lizenz in der Bilanz der Deutschen Telekom AG gefordert.

vwd DÜSSELDORF. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) teilte am Dienstag mit, der Duisburger Professor Torsten Gerpott habe dem ARD-Wirtschaftsmagazin "Plusminus" gesagt, die Konzession müsse um vier Milliarden bis acht Milliarden Euro abgeschrieben werden. Die im Sommer 2000 ersteigerte Lizenz steht laut Telekom mit knapp acht Milliarden Euro in den Büchern. Der Bonner Konzern habe "plusminus" erklärt, die aktuellen wirtschaftlichen Daten machten nach eigenen neuen Berechnungen keine Sonderabschreibung notwendig.

Der Erlanger Professor Wolfgang Gerke kritisierte laut Magazinbeitrag von der Telekom zum Abbau der Verbindlichkeiten vorgenommene Verbriefungen und Sale-and-Lease-Back-Transaktionen. So würden nur Schulden aus der Bilanz und in die Zukunft verlagert. Die tatsächliche Verschuldung des Unternehmens liege eigentlich um rund sieben Milliarden Euro höher als ausgeweisen. Die Telekom habe auch diese Kritik zurückgewiesen. Sie erklärte den Angaben zufolge, das Instrument, durch den Verkauf und das Zurückmieten von Immobilien bzw die Abtretung von künftigen Einnahmen den aktuellen Schuldenstand zu drücken, sei legal und werde auch von anderen Unternehmen angewandt. Der Beitrag wird laut WDR am Dienstagabend ausgestrahlt.

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