Experte: Initiatoren von Sport-Großereignissen übertreiben immer
Wirtschaftlicher Nutzen nicht bewiesen

Kritiker von Großereignissen wie zum Beispiel der Leichtathletik-Weltmeisterschaft werden gerne mit dem großen wirtschaftlichen Nutzen einer solchen Veranstaltung ruhiggestellt. Nach Erhebungen der Einrichtung Economic Development Edmonton (EDE) sollen 203 Millionen kanadische Dollar in die Region fließen.

hpk EDMONTON. Experten halten solche Berechnungen schlichtweg für falsch. "Man kann das sagen, aber es wird schwierig dieses Argument mit Daten zu unterfüttern, denn diese existieren nicht", erklärt Kevin Wamsley, der Direktor des Internationalen Zentrums für olympische Studien in London, Ontario. Nach seiner Auffassung gibt es nur einen Weg, exakte Daten zu bekommen. Man müsste ein Forschungsteam beauftragen, das aktuell alle Daten über die Projekte sammelt und auch harte Zahlen über die Touristen, die Menschen, die speziell wegen dem Ereignis kommen und wie viel Geld sie ausgeben.

"Unglücklicherweise macht das niemand. Deshalb kann kein Bürger oder Akademiker sagen, welchen Effekt ein großes Ereignis hat", sagte Wamsley und fügte hinzu: " Ein Professor in den USA wollte eine Studie vorbereiten und hat Literatur zum Thema gesucht. Aber es gab keine ökonomisch haltbaren Studien mit harten Fakten dazu." Für Wamsley steht fest, die Initiatoren solcher Bewerbungen übertreiben immer, um die Unterstützung der Behörden und Sponsoren zu bekommen.

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