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Experte: Ökonomische Folgen der Flutkatastophe 'eher begrenzt'

Die ökonomischen Folgen der Flutkatastrophe in Südostasien bleiben nach Einschätzung der Dekabank trotz der gravierenden humanitären Folgen eher begrenzt.

dpa-afx FRANKFURT. Die ökonomischen Folgen der Flutkatastrophe in Südostasien bleiben nach Einschätzung der Dekabank trotz der gravierenden humanitären Folgen eher begrenzt. "Betroffen von der Flut sind Regionen der jeweiligen Länder, die wirtschaftlich nicht so bedeutsam sind", sagte Mauro Toldo, Asienexperte der Dekabank, am Mittwoch der Finanz- Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Am deutlichsten dürfte die Folgen zunächst im Tourismus zu spüren sein. Allerdings rechnet der Experte nicht mit langfristig negativen Auswirkungen. Die Vogelgrippe Sars, bewaffnete Konflikte und Terroranschläge hätten in der Vergangenheit nicht zu einer nachhaltigen Belastung des Tourismus geführt. Kurzfristig dürfte es zu einer Verschiebung des Tourismus in Ländern wie Indonesien komme. So sei es denkbar, dass Bali profitiere und das stark betroffene Sumatra gemieden werde.

Internationale Hilfe dürfte finanzielle Folgen mindern

Die Staatshaushalte der einzelnen Länder werden nach Einschätzung von Toldo nicht nachhaltig unter Druck geraten. "Da die betroffenen Gebiete auf Grund ihrer Wirtschaftskraft nicht so bedeutsam seien, dürften sich die auchsteuerausfälle sich in Grenzen halten", sagte Toldo. Die Belastung für Hilfsmaßnahmen und den Wiederherstellung der Infrastruktur sollten durch die internationale Hilfe im Rahmen bleiben.

Ökonomisch besonders stark betroffen sei Sri Lanka, sagte Toldo. In diesem besonders armen Land sei die Infrastruktur erheblich beschädigt und rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung obdachlos. Wirtschaftlich spiele Sri Lanka jedoch auf Grund seiner geringen Größe für die Gesamtregion nur eine untergeordnete Rolle.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S & P) hatte zuvor ihre Kreditratings für die Region bestätigt. "Die menschlichen Verluste sind tragisch und immens, aber die Dellen im Bruttoinlandsprodukt der Länder werden geglättet durch die erhöhten Investitionen für den Wiederaufbau und die Rückkehr des Tourismus in die meisten Gebiete", sagte S & P-Analyst Ping Chew.

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