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Experte: Terror kostet 100 000 deutsche Arbeitsplätze

Die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA auf die deutsche Wirtschaft werden Experten zufolge immer deutlicher.

dpa-afx HAMBURG. "Auch deutsche Unternehmen werden leiden", sagte Konjunkturexperte Udo Ludwig der Zeitung "Bild am Sonntag" (BamS). "Die Anschläge in den USA werden uns 100 000 Jobs kosten", kündigte der Wissenschaftler vom Institut für Wirtschaftsforschung in Halle an. Besonders hart werde es Banken und Versicherungen treffen.

Diese Unternehmen litten "unter der Flucht der Anleger aus dem Aktienmarkt und den milliardenschweren Schadenszahlungen, die nach den Anschlägen fällig werden", zitiert die "BamS" Gustav Horn vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Das zeige sich an den Aktienkursen großer deutscher Finanzdienstleister wie der Deutschen Bank, der Allianz und der Münchner Rückversicherung. Seit der Katastrophe hätten sie an der Börse bis zu 25 % an Wert verloren.

"Dieser enorme Druck, der jetzt auf den Unternehmen lastet, bleibt nicht ohne Folgen", sagte Ludwig. Im Banken- und Versicherungsgewerbe würden tausende Arbeitsplätze wegfallen. Auch für deutsche Export-Unternehmen brechen laut Ludwig härtere Zeiten an. "Der Konsum in den USA ist schon vor dem Anschlag deutlich gesunken. Nach den Terrorakten sind die Käufer noch zurückhaltender geworden", sagte Ludwig. Das treffe besonders die deutsche Automobilindustrie, vor allem den deutsch-amerikanischen Konzern DaimlerChrysler sowie Volkswagen und Porsche. Er rechne mit dem Schlimmsten: "Wir dürfen die Augen nicht vor der Wahrheit verschließen. Wir stehen nicht vor einer kleinen wirtschaftlichen Flaute. Vor uns liegt die Rezession."

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