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Experten: Abschuss der Tupolew-154 immer wahrscheinlicher

Die Explosion eines russischen Passagierflugzeuges über dem Schwarzen Meer ist nach Meinung russischer Luftfahrtexperten "immer wahrscheinlicher" auf einen versehentlichen Abschuss durch eine Flugabwehrrakete zurückzuführen.

dpa SOTSCHI/MOSKAU. Das berichtete am Dienstag die Agentur Interfax unter Berufung auf Angehörige der Sonderkommission der russischen Regierung. Das ukrainische Militär hat die Version kategorisch zurückgewiesen, dass die Maschine mit 78 Menschen an Bord in der vergangenen Woche von einer Rakete während eines Manövers getroffen worden sein könnte.

Nach Ansicht der Experten wiesen die aus dem Meer geborgenen Trümmerstücke der Tupolew Tu-154 zahlreiche Löcher auf, die "mit großer Wahrscheinlichkeit" durch Schrapnelle der explodierenden Luftabwehrrakete S-200 entstanden sein könnten.

Die Luftabwehrrakete S-200 ist derart konstruiert, dass sie bei der Annäherung an das "Zielobjekt" in dessen unmittelbarer Nähe explodiert und das Flugzeug durch tausende kleiner Splitter zerstört.

Die Darstellung ukrainischer Militärs, dass die Übungsrakete mit einer Reichweite von höchstens 40 Kilometern die in 200 Kilometern Entfernung fliegende Tupolew nicht hätte treffen können, wurde am Dienstag in Moskau vom Hersteller widerlegt. Theoretisch könne auch eine Übungsrakete eine solche Reichweite erzielen, erklärte Wladimir Swetlow, Generaldirektor des Rüstungsbetriebs "Fakel".

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