Experten befürchten nun Verzögerungen weltweit
NTT Docomo verschiebt UMTS-Einführung um vier Monate

Der japanische Mobilfunkanbieter NTT Docomo hat die weltweit erste kommerzielle Einführung der neuen UMTS-Technik um vier Monate verschoben, wodurch sich nach Einschätzung von Analysten auch der UMTS-Start weltweit verzögern könnte.

Reuters TOKIO. NTT Docomo teilte am Dienstag in Tokio mit, es müssten zunächst noch weitere Tests durchgeführt werden, um eine vollständige Stabilität der Netzwerktechnologie gewährleisten zu können. Die kommerzielle UMTS-Technik solle nun zum 1. Oktober eingeführt werden, nachdem bislang der 30. Mai genannt worden war. An den Aktienmärkten in Tokio gaben Technologiewerte überwiegend nach, was Händler auf die NTT-Ankündigung zurückführten.

"Es kann sein, dass sich durch den Aufschub auch der Start der UMTS-Dienste weltweit verzögert", sagte Motoharu Sone, Analyst bei Tsubasa Securities. Für die Mobilfunkanbieter in Europa wären dies schlechte Nachrichten, weil eine Verzögerung der Einführung auch zu einer Verzögerung der Amortisation der Investitionen führen könnte. Allein für UMTS-Lizenzen hatten die Unternehmen in Europa weit mehr als 200 Milliarden Mark ausgegeben und dies zum Teil über Kredite finanziert. Die Firmen in Europa beobachten die UMTS-Einführung der NTT Docomo vor allem im Hinblick auf das technologische und Marketing-Know-How intensiv.

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