Experten beurteilen IT-Fusion skeptisch
Futures signalisieren positive Eröffnung der US-Börsen

Die Standardwerte an der Wall Street unternehmen am Mittwoch einen erneuten Anlauf, die wichtige Marke von 10 000 Punkten im Dow-Jones-Index zu knacken.

dpa-afx NEW YORK. Am Dienstag hatten bei Handelsschluss gut 2,5 Punkte gefehlt. Nach Ansicht von Marktteilnehmern dürfte dieses Unterfangen allerdings nicht einfach werden. Technologiewerte bleiben unter Druck, sagten Händler.

Die Fusion zwischen den beiden Computerriesen Hewlett-Packard (HP) und Compaq wird von Experten mit Skepsis gesehen. Zudem hat das Investmenthaus Merrill Lynch am Mittwoch mehrere Unternehmen des europäischen Telekommunikationssektors langfristig herabgestuft. Dies dürfte auch auf die US-Konkurrenten ausstrahlen, sagten Händler. Unterstützung könnte dagegen von den Investmenthäusern bekommen: UBS Warburg stufte mehrere US-Konkurrenten herauf.

Der Richtung weisende S&P September-Future legte bis 14.45 Uhr um 0,3 % auf 1 134,20 Punkte zu. Der Standardwerte-Index Dow Jones war am Dienstag bis Handelschluss um 0,48 % auf 9 997,49 Punkte geklettert, während der S&P 500-Index um 0,06 % schwächer auf 1 132,94 Punkte schloss.

Die geplante Fusion der beiden US-Hardwarehersteller Hewlett-Packard (HP) und Compaq wurde von den Analysten nicht gerade begeistert aufgenommen. Fraglich erscheint es den Experten vor allem, wie die beiden Konzerne die Integration unter Einsparung von Kosten bewältigen wollen. Die Wertpapierexperten von Bear Stearns etwas halten es für schwierig, die beiden US-Riesen so einfach zu verschmelzen, zumal HP über keinerlei Erfahrung mit Akquisitionen verfüge.

Die Analysten UBS Warburg stuften gleich vier US-Investmenthäuser herauf. Lehman Brothers, Goldman Sachs, Merrill Lynch und Morgan Stanley wurden von "hold" auf "buy" heraufgestuft. Nach Ansicht der UBS-Experten sei der Sektor bereit für eine Erholung. Gleichzeitig senkten die Analysten aber auch die Gewinnschätzungen für den Sektor im dritten Quartal.

Motorola sorgte vor Börsenstart für Aufsehen: Dem Technologie-Unternehmen ist es nach eigenen Angaben erstmals gelungen, die Leistungsgrenzen von Silizium bei der Chip-Herstellung zu durchbrechen. Allerdings könnte die Herabstufung der europäischen Konkurrenz durch die Analysten von Merrill Lynch den Kurs belasten, sagten Händler.

Die beiden rivalisierenden Medienkonzerne AOL Time Warner und News Corp. bestätigten jeweils unabhängig voneinander Verhandlungen mit der chinesischen Regierung. Dabei geht es um eine Erweiterung der TV-Kabelanschlüsse im bevölkerungsreichsten Land der Welt.

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