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Experten: Entlastung des IWKA-Vorstandes wird knappe AngelegenheitDPA-Datum: 2004-07-09 15:41:44

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Die im Machtkampf beim Maschinenbaukonzern IWKA < IWK.ETR > wichtige Entlastung des Vorstandes wird auf der heutigen Hauptversammlung wohl einen knappen Ausgang nehmen. Etwas weniger als 48 Prozent des Grundkapitals seien anwesend, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Engel am Freitag in Karlsruhe. Drei Großaktionäre, die zusammen 18,4 Prozent halten, wollen dem Vorstand die Entlastung verweigern, weil er sich ihrer Forderung für eine Konzentration auf die profitabelste Sparte, das Robotergeschäft, verweigert.

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Die im Machtkampf beim Maschinenbaukonzern IWKA < IWK.ETR > wichtige Entlastung des Vorstandes wird auf der heutigen Hauptversammlung wohl einen knappen Ausgang nehmen. Etwas weniger als 48 Prozent des Grundkapitals seien anwesend, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Engel am Freitag in Karlsruhe. Drei Großaktionäre, die zusammen 18,4 Prozent halten, wollen dem Vorstand die Entlastung verweigern, weil er sich ihrer Forderung für eine Konzentration auf die profitabelste Sparte, das Robotergeschäft, verweigert.

"Wenn es den Rebellen gelungen ist, noch weitere Aktionären auf ihre Seite zu ziehen, wird es knapp, sie brauchen schließlich nur die Mehrheit des anwesenden Grundkapitals zu stellen", sagte ein Analyst einer englischen Großbank in Frankfurt. Beobachtern zufolge wird frühestens um 16 Uhr am Freitag über die Entlastung des Vorstandes abgestimmt.

Der US-Investor Guy Wyser-Pratte, einer der rebellierenden Großaktionäre, hatte sich im Gespräch mit dpa-AFX zuversichtlich gezeigt, dass er die Auseinandersetzung gewinnt. "Den Machtkampf gewinne ich. Nach den Gesprächen mit anderen Großinvestoren bin ich zuversichtlich, dass das Management von IWKA am Freitag entmachtet werden könnte", hatte Wyser-Pratte am Dienstag dieser Woche in New York gesagt. Guy Wyser-Pratte, der 6,5 Prozent hält, wird unterstützt vom britischen Hermes-Fonds (7 Prozent) und dem Threadneedle-Fonds (4,9 Prozent).

Wyser-Pratte hatte betont, dass die IWKA-Anlagensparte, die hauptsächlich die in der Automobilfertigung zum Einsatz kommenden Schweißroboter "Kuka" baut, eine Rendite von 34 Prozent auf das investierte Kapital erwirtschaftet. "Der Gesamtkonzern kommt nur auf etwa 11 Prozent. Das zeigt doch, wie schwach die anderen Bereiche sind". Das amtierende Management habe in der Vergangenheit gezeigt, dass es "nicht in der Lage ist, diese Bereiche richtig profitabel zu gestalten".

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