Experten erwarten Umsatz- und Ergebnissteigerung: Bei Schwarz-Pharma interessiert der Ausblick

Experten erwarten Umsatz- und Ergebnissteigerung
Bei Schwarz-Pharma interessiert der Ausblick

Schwarz Pharma muss eine Durststrecke überstehen, bevor frühestens im Jahr 2005 ein selbst entwickeltes Medikament auf den Markt gebracht werden kann. Am Dienstag nennt der Arzneimeittelhersteller aktuelle Geschäftszahlen.

rtr MONHEIM. Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 nach Analystenschätzungen Ergebnis und Umsatz gesteigert. Bei der Bekanntgabe der Zahlen am kommenden Dienstag wird nach Angaben der Experten jedoch vor allem der Ausblick auf das laufende Jahr im Mittelpunkt stehen. Schwarz Pharma muss eine Durststrecke mit hohen Forschungs- und Entwicklungskosten überstehen, bevor frühestens im Jahr 2005 ein selbst entwickeltes Medikament auf den Markt gebracht werden kann. Bei der Überbrückung könnte die Vermarktung des Magen-Darm-Medikaments "Omeprazol" in den USA helfen. Dem steht allerdings noch ein Patentstreit mit AstraZeneca im Weg. Analysten erwarten dennoch Aussagen, wie der Konzern die Chancen bei dem Generikum einschätzt.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr erwarten neun von Reuters befragte Analysten im Durchschnitt einen Umsatz von 768,11 Mill. ?, ein Betriebsergebnis von rund 18 Mill. ? und einen Jahresüberschuss von 38,5 Mill. ?. Im Jahr 2000 hatte Schwarz Pharma bei einem Umsatz von rund 736 Mill. ? ein negatives Betriebsergebnis von 3,6 Mill. ? und einen Jahresüberschuss von 13,6 Mill. ? erzielt.

Im November hatte Schwarz Pharma seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt, den Gewinn 2001 ohne Sondereffekte um rund 15 % steigern zu wollen bei einem deutlich verbesserten Betriebsergebnis. Mit den im zweiten Quartal zugeflossenen Sondereffekten sollte sich der Gewinn mehr als verdoppeln. Das kanadische Unternehmen Axcan hatte im zweiten Quartal den verbliebenen Kaufpreis in Höhe von über 40 Mill. ? für die Übernahme eines gemeinsamen Joint Ventures vorzeitig bezahlt, was zu einem Sonderertrag führte. Beim Umsatz plante Schwarz Pharma ein Plus von drei bis vier Prozent.

Auch im vierten Quartal hat das im MDax gelistete Unternehmen nach Ansicht der befragten Analysten besser abgeschnitten als im Vorjahr. Das vierte Quartal 2000 war nach Firmenangaben allerdings von hohen Abschreibungen, hohen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie großen Marketingausgaben besonders belastet. Im Durchschnitt erwarten die Analysten für das Schlussquartal ein Betriebsergebnis von rund zwei Mill. ? bei einem Umsatz von 202 Mill. ?. Im vierten Quartal 2000 hatte Schwarz Pharma einen Betriebsverlust von 22,3 Mill. ? und einen Umsatz von 196 Mill. ? ausgewiesen.

"Die Gesellschaft muß sich bis 2005 über Wasser halten mit den bestehenden Produkten und weiteren Einlizenzierungen", sagte Analyst Andreas Theisen von der WestLB Panmure. Da die Einführung von eigenen Medikamenten noch sehr weit weg sei, sei es schwierig, das Marktpotenzial der Projekte zu beurteilen. Große Hoffnungen setzt Schwarz Pharma in das Parkinson-Pflaster "Rotigotine CDS". Eine Entscheidung im Patentstreit um das Medikament "Omeprazol" erwartet Schwarz Pharma nicht vor dem Sommer. Die Beweisaufnahme für das im Dezember in New York eröffnete Verfahren gehe voraussichtlich bis Ende Februar, sagte eine Firmensprecherin. Nach Ansicht von AstraZeneca verletzt ein Patent von Schwarz Pharma ein AstraZeneca-Patent, das noch bis 2007 läuft. Schwarz Pharma ist dagegen überzeugt, keine Patente zu verletzen.

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