Experten halten Liquiditätsprobleme für möglich
Hynix schreibt überraschend hohen Verlust

Sinkende Chippreise haben den hoch verschuldeten südkoreanischen Halbleiter-Hersteller Hynix Semiconductor im zweiten Quartal wieder in die roten Zahlen gedrückt. Der Verlust fiel zudem höher aus als von Analysten erwartet.

Reuters SEOUL. Im zweiten Quartal habe sich nach vorläufigen Zahlen ein Fehlbetrag von 417,6 Mrd. Won (rund 352 Mill. ?) ergeben, teilte der weltweit drittgrößte Speicherchip-Produzent heute mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von lediglich rund 200 Mrd. Won gerechnet.

Der Umsatz sank auf 777,7 Mrd. Won nach 1,16 Bill. Won im Vorjahreszeitraum. Vor Zinsen und Steuern ergab sich ein Verlust in Höhe von 190 Mrd. Won nach minus 265,6 Mrd. Won im Vorjahr. Im ersten Quartal 2002 hatte Hynix schwarze Zahlen geschrieben bei einem Umsatz von 823 Mrd. Won. Das Unternehmen erwartet für die zweite Jahreshälfte eine Verbesserung der Geschäftsergebnisse in Folge von Kostensenkungsmaßnahmen.

Hynix bezifferte seine Barmittel auf 460 Mrd. Won und gab an, das Unternehmen habe keine Liquiditätsprobleme. Analysten zeigten sich weniger zuversichtlich. Sollte Hynix weiterhin Verluste schreiben, werde es schwierig, die Geschäfte fortzuführen, sagten Experten. Auch die Bedingungen für einen Verkauf von Unternehmensteilen würden zunehmend schwieriger.

Die geplante Fusion mit dem US-Konkurrenten Micron Technology war nach monatelangen Verhandlungen Anfang des Jahres am Veto des Hynix-Aufsichtsrates gescheitert. Für diese Woche steht noch ein Treffen der Korea Exchange Bank mit anderen Hynix-Gläubigern auf dem Programm. Die Gläubiger kontrollieren Hynix, nachdem sie einen Teil ihrer Kredite in Hynix-Aktien umgewandelt haben.

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