Experten: keine Zinssenkung
Drastischer Einbruch bei Auftragseingängen im März

Das verarbeitende Gewerbe verzeichnete im März einen überraschend starken Auftragseinbruch von 4,4 % gegenüber dem Vormonat. Besonders betroffen sei das Exportgeschäft gewesen, teilte am Montag in Berlin das Bundesfinanzministerium mit.

rtr BERLIN. Das Volumen der eingegangenen Aufträge sank nach vorläufigen Berechnungen preis- und saisonbereinigt um 4,4 % zum Vormonat nach einem leichten Minus von 0,4 % im Februar, teilte das Bundesfinanzministerium am Montag in Berlin mit.

Das Volumen der Auslandsorders ging dabei den Angaben zufolge im März um 7,0 % zurück, die Inlandsorders verringerten sich um 2,3 %.

Befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Orderrückgang gegenüber Februar von lediglich 0,4 % vorausgesagt. In Westdeutschland belief sich der Auftragsrückgang im März dem Ministerium zufolge auf 4,2 %, in Ostdeutschland auf 6,5 %.

Im Zweimonatsdurchschnitt (Februar/März) sei eine Abnahme um 3,9 % gegenüber dem Zeitraum Dezember/Januar und um 1,7 % gegenüber der Vorjahresperiode verzeichnet worden, teilte das Ministerium weiter mit.

Für Analyst Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank Research zeigt sich in dem drastischen Rückgang, dass " Deutschland die ganze Härte des verlangsamten Wirtschaftswachstums in den USA zu spüren bekommt". "Auch der Abschwung der Weltwirtschaft beeinflusst den Rückgang der Auftragseingänge - da kann selbst der schwache Euro nicht helfen. Im Moment will niemand unsere Güter." Trotzdem geht der Analyst nicht davon aus, dass die EZB am Donnerstag die Zinsen senken werde. "Die EZB kann die Zinsen im Moment nicht senken - die Inflation ist zu stark."


Weitere Analystenstimmen: Analysten: Auftragseingänge überraschend schlecht

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