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Experten: Langfristige Verschiebung des ATU-IPO ohne Einfluss auf AktienkulturDPA-Datum: 2004-06-30 16:32:34

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Verschiebung des Börsengangs der Autowerkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU) hat nach Einschätzung von Experten keine negativen Auswirkungen auf künftige deutsche Börsengänge. Es habe "überhaupt keinen Einfluss auf künftige IPOs in Deutschland" wenn ein neuer Anlauf erst innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre geplant sei, sagte der Marktstratege Frank Schallenberg von der Landesbank Baden-Württemberg.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Verschiebung des Börsengangs der Autowerkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU) hat nach Einschätzung von Experten keine negativen Auswirkungen auf künftige deutsche Börsengänge. Es habe "überhaupt keinen Einfluss auf künftige IPOs in Deutschland" wenn ein neuer Anlauf erst innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre geplant sei, sagte der Marktstratege Frank Schallenberg von der Landesbank Baden-Württemberg.

Zuvor hatte die US-Investorengruppe KKR (Kohlberg Kravis Roberts) die Werkstattkette von der Doughty Hanson für umgerechnet rund 1,45 Milliarden Euro gekauft. Mit dem Besitzerwechsel bei der ATU ist ein Börsengang in weite Ferne gerückt.

Für den Marktstrategen Frank Schallenberg war nur der Börsengang der Postbank wichtig für künftige IPOs in Deutschland. Hätte die Post-Tochter < DPW.ETR > den Sprung auf das Parkett verpatzt "hätte das durchaus negative Konsequenzen für künftige Börsengänge gehabt", sagte der Experte.

"ATU-AKTIEN WAREN NICHT ZU PLATZIEREN"

Auch der Fondsexperte Martin Hinkover von der Münchener Activest sieht durch die Verschiebung des ATU-Börsengangs keine Auswirkungen auf künftige IPO´s in Deutschland. Ende Mai war der Börsengang der ATU zwei Tage vor dem Beginn der Zeichnungsfrist überraschend geplatzt. "Die neuen Aktien waren damals nicht zu platzieren", sagte Hinkover. Die Betreuerbanken hätten 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro angepeilt. Die deutschen Investoren seien aber nur bereit gewesen 0,9 bis 1,1 Milliarden Euro zu zahlen. "Da sind beide Seiten einfach nicht zusammengekommen", sagte der Fondsexperte.

Den Preis von 1,45 Milliarden Euro für die ATU von der US-Investorengruppe KKR nannte Hinkover "sehr gut". Die Geschäftsidee der Werkstattkette sei gut und das Geschäft mit Ersatzteilen in Deutschland "in Ordnung".

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