Experten rechnen mit Verlust
BVB muss sich von Stars trennen

Gerd Niebaum versprüht Optimismus. "Bei den zwei gewonnenen Auswärtsspielen gegen Wolfsburg und 1860 München haben wir wieder das alte, neue Gesicht der Borussia gesehen. Ich hoffe die Mannschaft kehrt wieder zu Selbstbewusstsein und Souveränität zurück", sagt der Präsident des einzigen börsennotierten Fußballclubs in Deutschland.

HB FRANKFURT. Die Halbjahresbilanz seines Clubs dürfte Niebaum dagegen nicht soviel Freude bereiten. Thilo Hasler, Analyst bei der Hypo Vereinsbank, rechnet mit einem Verlust von rund 24 Millionen Euro.

Hintergrund für die wirtschaftliche Schieflage des Vereins: das katastrophale sportliche Abschneiden des Clubs auf internationaler Ebene. So kostete das Ausscheiden aus der Champions League und dem Uefa-Cup den BVB über 35 Millionen Euro. Dadurch reduziert sich der Halbjahres-Umsatz nach Schätzungen von Hasler auf 38 Millionen Euro, im Vorjahr konnten die Westfalen noch einen Umsatz von 63,4 Millionen Euro verzeichnen.

Andere Finanzmarktexperten gehen hingegen nach Informationen des Handelsblattes von einem Halbjahresumsatz von rund 50 Millionen Euro aus.

Um der finanziellen Schieflage Einhalt zu gebieten, setzen die BVB-Vorstände Gerd Niebaum und Michael Meier ab der kommenden Saison auf ein rigides Kostenmanagement. Bis zu 20 Millionen Euro wollen die Borussen einsparen, weil sie vorerst nicht damit kalkulieren, dass sie an der Champions League teilnehmen.

Um die finanzielle Situation in den Griff zu bekommen, ist der Club auch bereit, sich von bis zu drei Leistungsträgern zu trennen. Wer das sein könnte, ist nicht schwer zu erraten: Mit Tomas Rosicky, Jan Koller und dem Brasilianer Dede hat der BVB Spieler in seinen Reihen, an denen Clubs von Bayern München bis Chelsea London ihr Interesse bekundeten. "Auf dem Transfermarkt sieht es zur Zeit zwar nicht rosig aus, aber frisches Geld ist in einzelnen Fällen trotzdem da", sagt Niebaum. Dortmunds Club-Chef setzt hierbei auf die Investitionsbereitschaft von russischen Oligarchen wie zum Beispiel dem Milliardär Roman Abramowitsch, der im vergangenen Jahr den Premier-League-Club Chelsea London aufkaufte und für Spielereinkäufe dreistellige Millionensummen ausgab.

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