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Experten rechnen mit weiteren Abschlägen beim Ölpreis

Nach der Talfahrt der Ölpreise in den vergangenen Handelstagen rechnen Experten mit weiteren kräftigen Preisrückgängen. Das angestrebte Ziel der Organisation der Erdöl exportierender Länder (Opec) von 30 $ je Barrel (159 Liter) nannte Ölexperte Eugen Weinberg von der Baden-Württemberg Bank am Freitag "absolut realistisch". Der Preisrückgang werde allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis zum Jahresende erwartet Weinberg an der Warenterminbörse Nymex in New York ein Absinken auf 35 $.

dpa-afx FRANKFURT/STUTTGART. Nach der Talfahrt der Ölpreise in den vergangenen Handelstagen rechnen Experten mit weiteren kräftigen Preisrückgängen. Das angestrebte Ziel der Organisation der Erdöl exportierender Länder (Opec) von 30 $ je Barrel (159 Liter) nannte Ölexperte Eugen Weinberg von der Baden Bank-Württemberg am Freitag "absolut realistisch". Der Preisrückgang werde allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis zum Jahresende erwartet Weinberg an der Warenterminbörse Nymex in New York ein Absinken auf 35 $.

Zuvor hatte Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro die Marke von 30 $ als Zielvorgabe des Kartells bekannt gegeben. "Der Ölpreis ist gefallen, wir wollen aber, dass er auf 30 $ zurückgeht", sagte Yusgiantoro nach Angaben der Zeitung "Jakarta Post" (Freitagsausgabe).

Im Vormittagshandel notierte der Ölpreis in New York bei 43,32 $ und damit deutlich unter dem Rekordwert. In London eröffnete der Handel für einen Barrel (159 Liter) Öl zur Oktoberauslieferung bei 40,80 $. Damit lag die Notierung nach Anschlags auf Ölpipelines im Süden des Iraks wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 40 $.

Neben dem Ölexperten Weinberg von der Baden-Württemberg-Bank rechnet auch die Commerzbank schon bald mit weiteren Preisabschlägen. Die Anleger beobachten das "Platzen einer Spekulationsblase", hieß es übereinstimmend aus beiden Instituten. Auch von Seiten der US-Regierung dürfte der Ölpreis zudem weiter unter Druck geraten. Mit den Präsidentschaftswahlen Anfang November werde sich Amtsinhaber George W. Bush für weitere Preisrückgänge stark machen, sagte Weinberg.

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