Experten sind sich sicher: Deutschland bleibt von Grippewelle noch verschont

Experten sind sich sicher
Deutschland bleibt von Grippewelle noch verschont

Trotz eines Anstiegs von Erkältungskrankheiten in einigen Bundesländern bleibt Deutschland nach Expertenmeinung von einer Grippewelle verschont.

dpa MARBURG. "Die Erkrankungsnachweise steigen ganz allmählich an, aber die Influenza schlägt noch nicht zu", sagte Seuchen-Experte Helmut Uphoff von der Marburger Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Donnerstag. Es sei noch nicht abzusehen, ob und wann eine Grippewelle komme.

Jeder elfte Besucher beim Arzt sei wegen typischer Erkältungs- Symptome in der Praxis, sagte Uphoff. Am schlimmsten erwischt habe es außer Nordrhein-Westfalen auch Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern. "Aber die Zahlen dort sind noch nicht ungewöhnlich, es sind nur leicht erhöhte Werte."

Am auffälligsten verändert habe sich die Altersverteilung: Waren vor Weihnachten überwiegend Kinder betroffen, nimmt seit der vergangenen Woche die Zahl der Erkrankten über 35 Jahre zu. "In den Weihnachtsferien sinkt die Krankheitsrate bei Kindern häufig, sie schaukelt sich erst mit Schulbeginn wieder hoch", sagte der Grippe- Experte.

In Spanien und Portugal rolle bereits eine Grippewelle über das Land, in Frankreich und Belgien stehe sie möglicherweise bevor. Bei den bisher in Deutschland nachgewiesenen Grippe-Viren handele es sich um "alt bekannte Varianten", die im Impfstoff enthalten seien. Bisher seien beide Typen des Influenza-Erregers, Typ A und B, registriert worden. In den Nachbarländern trete dagegen im Moment vor allem die A-Variante auf.

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